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Mit Leib und Seele Biobäuerin

Probsteier Original Mit Leib und Seele Biobäuerin

Sie ist bekannt, wie ein bunter Hund, hält mit Schönbergern und Gästen gleichermaßen Klönschnack, hat immer ein Lächeln auf den Lippen und nützliche Tipps rund um Kartoffel, Tomate, Eier und Co. Seit elf Jahren steht Bäuerin Sandra Stoltenberg-Frick auf dem Schönberger Wochenmarkt.

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An Sandra Stoltenberg-Fricks Stand finden sich neben Äpfeln, Möhren, Gurken und Tomaten aus biologischem Anbau auch immer ein paar Besonderheiten: grüne Eier zum Beispiel.

Quelle: Astrid Schmidt

Schönberg. Wenn sie morgens früh um sechs auf ihrem Hof Salat, Tomaten, Möhren, Äpfel, Eier und noch viel mehr zusammenpackt, um pünktlich um acht ihren Stand in der Schönberger Fußgängerzone öffnen zu können, erfüllt es die 43-Jährige mit einem Gefühl von Glück und Zufriedenheit. Sie führt mit ihrem Mann Dirk Stoltenberg-Frick seit 1991 den Angus-Hof als Biobetrieb und ist mit Leib und Seele Biobäuerin. Das spüren alle, die ihre Produkte kaufen.

Dieses Wochenmarkt-Leben hat für sie eine ganz eigene Atmosphäre. Dazu zählt unter anderem das herzliche Gespräch mit den Standbetreibern. „Jeder ist für den anderen da. Als mein Auto irgendwann kaputt war, haben alle mitgelitten“, berichtet die Bio-Bäuerin. Auch das vertraute „Moin, Sandra“ der Kunden, die allwöchentlich, in der Saison zweimal in der Woche, kommen, gehört für sie dazu. Den Rat, wie mit verschiedenen Gemüse- oder Kohlsorten am besten umzugehen ist, bekommen ihre Kunden gratis dazu.

An ihrem Stand finden sich neben den Äpfeln, Möhren, Gurken und Tomaten aus biologischem Anbau auch immer ein paar Besonderheiten: grüne Eier zum Beispiel. Die meisten Kunden wissen das zu schätzen. Auch Schoko-Tomaten und verschiedene Salatsorten sowie Kräuter gehören zum Sortiment. Das wechselt ständig, denn Sandra Stoltenberg-Frick verkauft nur saisonale Ware, einiges kaufe sie morgens frisch dazu, um es pünktlich zum Marktbeginn anbieten zu können. „Da kommt es schon vor, dass es auch mal was nicht gibt.“ Die Kartoffeln bauen sie und ihr Mann auf dem eigenen Acker an.

„Den Unterschied zur Supermarkt-Ware sehen und schmecken die Verbraucher“, weiß die Standbetreiberin. In den elf Jahren habe sie aber nicht nur Obst und Gemüse, Eier und Salat verkauft, auch einen Hund hat sie auf dem Wochenmarkt schon an den „Mann“ gebracht. Denn von klein auf hat sie eine Vorliebe für Vierbeiner im Allgemeinen und Hunde im Besonderen. „Ich habe immer alle Leute den Hunden zugeordnet“, erzählt sie. Schon als kleines Mädchen habe sie als Tochter des „Dorfsheriffs“ an den Türen der Hundebesitzer geklingelt. „Guten Tag, ich bin die Tochter von Willi Friese, darf ich bitte ihren Hund ausführen?“, hatte sie selbstbewusst gefragt. Mit Erfolg. Kein Wunder also, dass sie heute in Schönberg fast bekannter ist als der Bürgermeister.

Doch das Wichtigste am Wochenmarkt sind für Sandra Stoltenberg-Frick die Menschen. „Meine Kunden haben echtes Interesse an den Produkten und ihrer Herkunft“, sagt sie. Und am liebsten zählt sie alle ihre Schäfchen an jedem Wochenmarkt-Tag. „Ich habe da so dieses Schäferdenken und wäre froh, wenn meine Kunden sich bei mir abmelden oder eine Karte schreiben, wenn sie im Urlaub sind.“

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