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Azubis verschönern den Plöner Bahnhof

Programm der Deutschen Bahn Azubis verschönern den Plöner Bahnhof

Es gibt in Deutschland sicher belebtere Bahnhöfe, aber schöner gelegen als in Plön dürfte kaum eine Liegenschaft der Bahn sein. Dennoch kann die Wartezeit dort noch angenehmer gestaltet werden, sind fünf Auszubildende der Bahn überzeugt.

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 Die Bahn-Auszubildenden Nidda Hasrat, Jessica Louwers, Dilara Nergiz, Kay Luca Maschmann und Maik Wielanczyk haben sich einige Maßnahmen überlegt, wie man den Plöner Bahnhof attraktiver gestalten kann. Das Anlegen eines Lavendelbeetes gehört dazu.

Quelle: Peter Thoms

Plön/Ascheberg. Jessica Louwers, Nidda Hasrat, Dilara Nergiz, Maik Wielanczyk und Kay Luca Maschmann lernen eigentlich in Hamburg den Beruf Kaufmann/-frau für Verkehrsservice. Eine Ausbildung, die nun zum zweiten Mal um das landesweite Programm Bahnhof MEGA ergänzt wird. MEGA steht dabei für „Management erlebt und gestaltet durch Azubis“.

Eine trockener Begriff, den die fünf jungen Leute mit Leben erfüllen, indem sie sich der kleinen Bahnhöfe entlang der Bahnstrecke Kiel – Lübeck angenommen und sich dabei auf Ascheberg (siehe untenstehender Artikel) und Plön konzentriert haben. Selbst gestecktes Ziel: Wie kann die Aufenthaltsqualität verbessert werden?

Eigene Vorstellungen und Ergebnisse einer nicht repräsentativen Kundenbefragung vor Ort ließen die Ideen nur so sprudeln: Die Auflockerung der tristen Betonlandschaft durch weitere Blumenbeete ließ sich am schnellsten verwirklichen und ist zukunftsfähig. Die Tourist-Info hat versprochen, sich um die Pflege der Beete zu kümmern. Bei anderen Maßnahmen musste man schon dickere Bretter bohren, wie die fünf Bahn-Azubis im Rahmen des auf drei Wochen angelegten Projekts erfahren mussten: Freies WLAN beispielsweise erfordert Unterstützung der Stadt und eines Mobilfunkanbieters, und die Idee, das Bahnhofsinnere durch Bildergalerien mit wechselnden Arbeiten von Schülern aufzupeppen, erfordert hohes Engagement von Schulen.

Die Befragung der Bahnkunden macht deutlich, dass es andernorts größere Herausforderungen gibt, wie Jessica Louwers festgestellt hat: Ein Befragter hatte die Zustände am Malenter Bahnhof kritisiert: Dort falle man fast in eine Dornenhecke, wenn man den Zug verlasse. Ein Kritikpunkt, den Jessica Louwers an zuständige Stellen im Bahnkonzern weitergeleitet hat.

Diese Nähe zur Kundschaft und die sichtbaren Verbesserungen sind es auch, die MEGA zu einer wichtigen Säule in der Ausbildung machen, wie Dirk Teubler, der Leiter des Bahnhofmanagements Schleswig-Holstein, verdeutlicht: Die in Ascheberg und Plön entwickelten Ideen würden Teil eines Leitfadens, der auch für andere Bahnhöfe angewendet werden kann.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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Ascheberg
Bild: Die Langenrader Mühle als Graffiti: Mario Catic realisiert die Idee im Rahmen eines bundesweiten Azubi-Projekts der Deutschen Bahn, bei dem Dilara Nergiz zu den Initiatoren gehört.

Wo vorher triste braune Kacheln in der Ascheberger Bahnhofs-Unterführung eher zum Wegschauen anregten, zieht seit dem Wochenende ein farbenfrohes Graffiti die Blicke der Bahnreisenden auf sich.

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