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Projekt attraktives Ausflugsziel

Perdoeler Mühle Projekt attraktives Ausflugsziel

Das Areal der Perdoeler Mühle soll ein attraktives Ausflugsziel werden. Der Campingplatz erlebt bereits einen Modernisierungsschub.

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Kerstin und Ludwig Hirschberg sind mit viel Herzblut dabei, das Areal der Perdoeler Mühle touristisch aufzuwerten.

Quelle: Anne Gothsch

Belau. Das Gelände an der Perdoeler Mühle besticht durch seine idyllische Lage mitten im Landschaftsschutzgebiet Bornhöveder Seenplatte/Alte Schwentine mit eigener Badestelle am Belauer See. Die Ruhe fernab von Verkehrslärm und Menschengetümmel wissen immer mehr Urlauber zu schätzen, und mit der schrittweisen Modernisierung des Campingplatzes steigen die Übernachtungszahlen.

 2010 haben die neuen Betreiber Kerstin und Ludwig Hirschberg damit begonnen, den Campingplatz mit den rund 60 Stellplätzen aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. „Wir wollen das gesamte Areal rund um die Mühle und den Campingplatz wieder als attraktives Ausflugsziel beleben. Schließlich war Belau in den 70er-Jahren eine touristisch bedeutende Gemeinde mit mehreren Gasthöfen und den höchsten Übernachtungszahlen im Kreis Plön“, erläutert Ludwig Hirschberg, der mit seiner Frau in dritter Generation das Gut Perdoel betreibt.

 Auf dem Campingplatz musste zunächst die gesamte Elektrik erneuert werden. Dann sollte eigentlich das seit Jahren leerstehende Restaurant in der Perdoeler Mühle wieder auf Vordermann gebracht werden, doch der Aufwand dafür wäre wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen. Blieb der ehemalige Kuhstall direkt gegenüber, der vorher schon ab und an für Veranstaltungen sowie für einen Bauernmarkt genutzt worden war. Nach einer grundlegenden Sanierung zog dort 2011 das Fitness-Studio fit & fröhlich in die obere Etage ein. Im darauffolgenden Jahr eröffneten die Hirschbergs im Erdgeschoss das Café und Bistro. Es verfügt im Inneren über gut 100 Plätze, bei schönem Wetter können die Gäste hausgebackene Kuchen und Torten sowie kleine Speisen auch auf der großzügigen Außenterrasse genießen.

 „Anfang 2013 haben wir die sanitären Anlagen und das Waschhaus mit Waschmaschine und Trockner für den Campingplatz von Grund auf modernisiert. Das war dringend nötig, denn alles war ziemlich marode“, erzählt Kerstin Hirschberg. Im Herbst 2014 kam ein Parkplatz mit rund 60 Plätzen dazu, um auch für größere Gesellschaften gerüstet zu sein. Schließlich wird das Bistro inzwischen auch gern für Hochzeiten und andere Veranstaltungen genutzt.

 Die Ideen von Kerstin und Ludwig Hirschberg reichen noch viel weiter, doch für deren Umsetzung gab es schon etliche Hürden zu überwinden. Bereits seit 2011 dauern die Planungen für einen geänderten Flächennutzungs- und einen Bebauungsplan für das Areal des Campingplatzes an. Hauptknackpunkt: Um den Platz behutsam zu erweitern und die Zufahrt zu verlegen, musste ein kleiner Teil des Geländes aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgelöst werden. Das wollte die untere Naturschutzbehörde zunächst jedoch nicht. „Viele Pläne wurden erstellt und wieder verworfen, bis wir uns endlich auf eine Variante einigen konnten“, berichtet Ludwig Hirschberg. Er betont, dass die Gemeinde das Vorhaben sehr unterstütze und sich der Bürgermeister Jörg Engelmann immer wieder persönlich für eine einvernehmliche Lösung eingesetzt habe. Die Betreiber hoffen, dass der geänderte Flächennutzungsplan von den Gemeindevertretern im Herbst beschlossen wird. Dann könnte mit der neuen Zufahrt begonnen werden, die dann nicht mehr direkt an der Terrasse des Bistros vorbeiführen soll. Danach soll die schachbrettartige Anordnung der Parzellen behutsam verändert werden, um den früheren parkähnlichen Charakter wieder aufzunehmen. Mit modernen Campinghütten wollen die Betreiber Gäste anlocken, die weder über einen Caravan verfügen, noch zelten wollen. Später könnten im alten Mühlengebäude zwei bis drei Ferienwohnungen entstehen, auch ein gesonderter Wohnmobilstellplatz ist geplant. Nach und nach sollen vorhandene Lagergebäude zu Spielflächen und Sitzmöglichkeiten, die vor Wind und Regen geschützt sind, umfunktioniert werden. „Das ist noch ein weiter Weg, aber dass die Richtung stimmt, merken wir daran, dass sich das Areal um die Perdoeler Mühle langsam wieder zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt“, meint Ludwig Hirschberg optimistisch.

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