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Plöner Kreistag wartet auf Landeszusagen

Radwegbau an Kreisstraßen Plöner Kreistag wartet auf Landeszusagen

Steigt der Kreis wieder in den Bau neuer Radwege ein? Gerne, aber nur, wenn auch das Land Geld dafür gibt. So lautet die Mehrheitsmeinung des Plöner Kreistages. Die CDU-Fraktion hatte das Thema auf die Tagesordnung setzen lassen.

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Der Weg endet am Ortsausgang in Giekau in Richtung Dransau. Ein neuer Radweg entlang der Kreisstraße gehört zur Prioritätenliste des Kreises.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Plön. Bis 2013 gehörte es zum guten Ton in der Kreispolitik, jedes Jahr ein Stückchen Radweg bauen zu lassen. 55 Prozent der Kreisstraßen sind mittlerweile versorgt. Dann war Schluss damit, weil der Kreis Plön damals tief in die roten Zahlen gerutscht war und sparen musste.

Die neue Jamaika-Koalition formulierte als eines ihrer Ziele, zehn Millionen Euro für den Radwegebau zur Verfügung zu stellen. Es ist bisher allerdings offen geblieben, ob das Land damit nur innerstädtische Radschnellwege fördern möchte oder, ob auch der ländliche Raum zu Zuge kommt. Die CDU im Kreistag stellte in Vorfreude auf mögliche Zuschüsse einen Antrag, die Verwaltung möge entsprechende Strecken aussuchen und die Kosten dafür ermitteln, um bereit zu sein für Förderanträge. Stefan Leyk (CDU) sprach von einer „großen Chance“, die der Kreistag nutzen sollte.

2018 soll Schwerpunkt auf Sanierung alter Strecken liegen

Dieser Euphorie wollten SPD, Grüne, FWG und UWG nicht folgen. „Schauen wir, wie die zehn Millionen Euro des Landes verteilt werden sollen. Dann können wir weiter reden“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Lutz Schlünsen. Der Kreisverwaltung nun aufzutragen, eine Liste der wichtigsten Radweg-Projekte zu erstellen, hält er für überflüssig. „Diese Prioritätenliste gibt es bereits.“ Bis 2013 habe man damit gearbeitet.

Am Ende kam der Antrag von SPD, Grünen und FWG mit großer Mehrheit durch, den Schwerpunkt 2018 auf die Sanierung der bestehende Wege zu legen und ansonsten erst einmal das Förderkonzept des Landes abzuwarten. 

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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