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Neues Zuhause für bedrohte Arten

Raisdorfer Teichlandschaft Neues Zuhause für bedrohte Arten

Amphibien haben es gut im Südwesten Schwentinentals: In den neuen Krötenteichen am Rönner Weg hat sogar der bedrohte Laubfrosch ein neues Zuhause gefunden. Naturschützer Heinz Schwarze freut sich über die positive Entwicklung.

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Die neuen Krötenteiche am Rönner Weg sind von den Tieren sehr gut angenommen worden, berichtet Naturschützer Heinz Schwarze. Er hofft nun, dass die Flächen bald beweidet werden, damit die Teiche nicht zuwuchern.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Die Flächen am Rönner Weg hatte Schwarze noch als Vorsitzender des Knik e.V. im Jahr 2012 angekauft. Nach dem Ende des Vereins 2014 hat sie die Stiftung Naturschutz übernommen. Das Gelände wurde früher intensiv als Pferdeweide genutzt. „Die Sumpfdotterblumen waren bis auf einen kleinen Rest zusammengetreten“, berichtet er.

 Sieben Kleingewässer hat das Projekt Froschland, das vom Land gefördert wird, auf der etwa fünf Hektar großen Fläche angelegt. „Der Laubfrosch hat sich schon angesiedelt. Das kriegen die sofort mit“, freut sich der 77-Jährige, der sich schon seit mehr als 30 Jahren für den Naturschutz einsetzt. Der Laubfrosch wird in der Roten Liste als gefährdet geführt, in einigen Bundesländern ist die Art bereits vom Aussterben bedroht. Von der „Raisdorfer Teichlandschaft“ profitieren jedoch auch andere selten gewordene Spezies wie die grüne Teichjungfer, eine Libellenart, Sumpfheuschrecke und Ringelnattern. Positiv hätte sich aber auch die Sumpfdotterblume entwickelt, seit dort nicht mehr intensiv geweidet wird, sagt Schwarze: „Das hatte ich der alten Frau Saggau gerne noch gezeigt“. Die frühere Besitzerin ist jedoch inzwischen verstorben. Über den Gesamtkomplex „Raisdorfer Teichlandschaft“ informiert nun auch eine neue Tafel direkt am Rönner Weg. Gefertigt und aufgestellt wurde sie vom Projekt Land in Sicht im Kreis Plön, das Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Behinderung eine berufliche Chance gibt.

Laubfrosch & Co.: Raisdorfer Teichlandschaft bietet vielen bedrohten Arten ein Zuhause.

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Im kommenden Jahr soll das Gelände allerdings wieder beweidet werden – aber nur extensiv mit wenigen Robustrindern. „Es muss kurzrasig sein, sonst bleibt der Laubfrosch nicht“, erklärt Schwarze. Mähen allein reiche nicht. Auch die Teichufer wachsen sonst zu. Bevor wieder Tiere auf die Fläche kommen, müssen allerdings die Zäune repariert werden.

 Die neuen Krötenteiche ergänzen das Angebot für Amphibien, das es in dieser Ecke bereits gibt: Das Komitee gegen den Vogelmord, dessen Vorsitzender Schwarze auch ist, besitzt und betreut die größeren Teiche weiter westlich am Rönner Weg. Spaziergänger dürften sich dort in den vergangenen Wochen über das Absinken des Wasserspiegels gewundert haben. „Der Mönch rottet“, erklärt Schwarze. Gemeint ist das hölzerne Bauwerk, das den Wasserstand regelt. Geplant ist, das durch ein neues aus Beton zu ersetzen. Um an das Bauwerk zu kommen, musste das Wasser jedoch stufenweise abgelassen werden.

 Fischfressende Vogelarten lieben die Teiche deshalb nun umso mehr: 40 Silberreiher auf einmal hat Schwarze dort schon beobachtet, und auch der Adler kommt gern vorbei. Der neue „Mönch“ soll in den nächsten Wochen geliefert und eingebaut werden. Dann wird der Wasserspiegel auch wieder steigen. Das neue Bauwerk soll nicht nur haltbarer sein, sondern auch weniger störungsanfällig: „Zuletzt lief das Wasser nicht ab, weil der Abfluss verstopft war. Jemand hatte etwas hineingeworfen“, berichtet Schwarze und vermutet einen dummen Streich. Das neue ist abschließbar und deshalb auch weniger leicht zu sabotieren.

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