19 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Wie geht es für die Kita weiter?

Rautenbergstraße Wie geht es für die Kita weiter?

Wo sonst die 15 Kinder der „blauen Gruppe“ in der DRK-Kindertagesstätte in der Rautenbergstraße in Plön spielen, drängten sich am Dienstagabend rund 40 Erwachsene, die sich Sorgen um den Erhalt der Einrichtung machen. Nach derzeitigem Stand besteht seit dem 1. August kein Finanzierungsvertrag mehr.

Voriger Artikel
Anwohner wollen Kindergarten verhindern
Nächster Artikel
Mit Pinsel und Maus kreativ sein

Der stellvertretende Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Plön, Ulf Grünke, informierte die Eltern von rund 70 im Kindergarten betreuten Kindern, ob und wie es mit der Einrichtung weitergehen wird.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Der vor rund fünf Wochen neu gewählte Vorstand des DRK-Ortsvereins um den Vorsitzenden Paul Barin sieht das jedoch anders, wie sein Stellvertreter, Ulf Grünke, den Eltern mitteilte: Seiner Meinung nach sei der am 9. Juni geschlossene Aufhebungsvertrag zum 31. Juli unwirksam, weil er nicht von den Mitgliedern legitimiert sei, sondern nur vom ehemaligen Vorsitzenden Tobias Hartmann und seinem Stellvertreter Christoph Timm unterzeichnet worden sei.

Es gab keine Unterzeichnung

Einer vom Plöner DRK gewünschten Fristverlängerung bis Ende des Jahres habe die Stadt zwar zugestimmt, es sei aber nicht zu einer Unterzeichnung gekommen: Das hätte womöglich die Anerkennung des Aufhebungsvertrages bedeutet, so Grünke, der ebenso wie Barin der Meinung ist, dass der alte, unbefristete Vertrag nach wie vor gültig sei. Beide machten deutlich, dass der Ortsverein durchaus in der Lage sei, die Trägerschaft für den „Betrieb Kindertagesstätte“ zu leisten, auch wenn ihnen das von der Stadt nicht zugetraut werde. Barin bezeichnete das in der Informationsveranstaltung als „Komplott gegen Eltern, Kinder, Angestellte und DRK-Ortsverein“ und versprach den Eltern: „Hier wird es unbefristet weitergehen!“

Vorstand habe kein Interesse an Schließung

Bei der Stadt Plön sieht man die Trägerschaft schon seit mehreren Jahren mit Sorge, daran würde auch ein neuer Vorstand nichts ändern: Finanzielle Unregelmäßigkeiten und Probleme in der Geschäftsführung sollten nach dem personellen Neubeginn mit Hartmann und Timm vor drei Jahren eigentlich abgestellt werden. Die Hoffnung auf eine bessere Zusammenarbeit, insbesondere in Hinblick auf die Finanzierung des Kindergartens durch die Stadt, habe sich zerschlagen: Im Kostenvergleich aller sechs Plöner Kindertagesstätten sei der DRK-Kindergarten die teuerste Einrichtung. Daher der Aufhebungsvertrag, der vorsehe, dass die Trägerschaft Anfang August auf den DRK-Kreisverband Ostholstein übergehe.

Leidtragende wären die Kinder

So weit liegen die Meinungen nicht auseinander. Ulf Grünke: „Der Vorstand hat kein Interesse daran, dass die Kita schließt und die Kinder nach den Ferien (am 17. August) nicht mehr betreut werden“. Die Heimaufsicht des Kreises Plön: „Es wäre bedauerlich, wenn der Kindergarten aufgrund der Unstimmigkeiten zwischen DRK und Stadt geschlossen wird. Leidtragende wären in erster Linie die Kinder. Dies haben wir der Stadt und dem DRK auch deutlich gemacht. Wir hoffen daher, dass beide Seiten aufeinander zugehen und die Streitigkeiten beilegen können.“ Und auch bei der Stadt Plön stehen die Zeichen auf eine friedliche Lösung: „Wir haben großes Interesse daran, die Einrichtung zu erhalten und sind zu Gesprächen bereit“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3