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Resolution für Grundschule am Hufenweg

Stadtvertretung Preetz Resolution für Grundschule am Hufenweg

Einen Lichtblick gibt es für die besorgten Eltern zur drohenden Auflösung des Grundschulstandortes in den Schulen am Hufenweg in Preetz. „Es ist noch keine Entscheidung gefallen“, betonte Bürgermeister Björn Demmin in der Stadtvertretersitzung. Auch die Fraktionen setzten sich einstimmig für den Erhalt ein.

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Umringt von Besuchern tagte die Stadtvertretung in Preetz zum Thema Schulstandorte.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Die Stadtverwaltung sei von den aktuellen Zahlen für die neue erste Klasse nach den Sommerferien überrascht worden, so Demmin. Nur zwölf Abc-Schützen seien von den Eltern angemeldet worden. Man habe erst am 4. Februar im Rathaus und dann am 9. Februar im Planungszirkel davon erfahren. Eine knappe Woche später habe bereits der Elternabend stattgefunden. „Dort ist es so ’rübergekommen, als ob die Entscheidung bereits getroffen ist – das ist aber nicht der Fall“, erklärte Demmin.

 Anna Wollenberg, Leiterin der Friedrich-Ebert-Schule mit der Außenstelle in den Schulen am Hufenweg, hatte, wie berichtet, die Eltern informiert, dass die Klassen zum Standort Friedrich-Ebert-Schule am Lohmühlenweg wechseln müssten. Nach Gesprächen mit Schulrat und Ministerium habe sie keine andere Möglichkeit gehabt, hatte sie vergangene Woche erklärt.

 Wolf Bendfeldt, Vorsitzender des für die Schulen zuständigen Haupt- und Finanzausschusses, erläuterte seine Rechtsauffassung, wonach der Schulträger über eine Auflösung entscheide. Leider seien die Eltern über die beabsichtigte Schließung informiert worden, bevor es eine Beratung und Entscheidung des Trägers gegeben habe. „Ich sage es ganz deutlich: Es ist noch nichts entschieden“, betonte er. Er zitierte die Paragrafen 57 bis 59 aus dem Schulgesetz. Danach wirkten Land und Schulträger bei Errichtung, Änderung und Auflösung einer Schule zusammen. Der Schulträger entscheide über die Errichtung einer Schule. Dieser Paragraf sei auch auf Änderung und Auflösung anzuwenden. „Es wird nur der Schulträger genannt – die Schulleitung kommt nicht vor“, sagte Bendfeldt.

 Es gebe einen weiteren Paragrafen, in dem es heiße, dass die Leitung im Benehmen mit dem Träger entscheide – das setze zumindest eine zustimmende Kenntnisnahme voraus, die hier aber nicht vorliege. „Wir werden unsere Entscheidungsbefugnis im Sinne der Eltern wahrnehmen“, kündigte er an. Auch Bürgervorsteher Hans-Jürgen Gärtner betonte, dass dies der Wille aller Fraktionen sei. Diese hatten sich bereits im Vorwege auf eine gemeinsame Entschließung geeinigt, die sie in der Sitzung einstimmig verabschiedeten: Die Stadtvertretung Preetz bekundet ihren ausdrücklichen Willen, den Grundschulstandort Hufenweg dauerhaft zu erhalten. Der zuständige Ausschuss einschließlich seines Planungszirkels wird gebeten, die dafür notwendigen Schritte umzusetzen.

 In der Einwohnerfragestunde hatten die Eltern zuvor noch einmal ihre Sorgen ausgedrückt. Monika Klint als betroffene Mutter überreichte eine Unterschriftenliste an den Bürgervorsteher. Aber die ehemalige Wilhelminenschule war auch aus einem anderen Grund im Gespräch. Doris Pahlke aus dem Elternbeirat der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule protestierte nochmals gegen die Auslagerung der zehnten Klassen vom Castöhlen- an den Hufenweg. Thomas Wulff, Vorsitzender im Landeselternbeirat für Gymnasien, regte an, auch Elternvertreter in den Planungszirkel aufzunehmen, in dem bisher nur Vertreter der Parteien und Verwaltung sowie Schulleiter beraten.

 Der Haupt- und Finanzausschuss trifft sich zu einer Sondersitzung am Donnerstag, 3. März, ab 19 Uhr im Ratssaal Preetz.

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Preetz
Foto: Die Außenstelle der Friedrich-Ebert-Schule in den Schulen am Hufenweg (ehemals Wilhelminenschule) soll geschlossen werden.

Nach der drohenden Auflösung des Grundschulteils in den Schulen am Hufenweg in Preetz hat sich eine Elterninitiative Pro Wilhelmine gegründet. Zum Erhalt der Außenstelle der Friedrich-Ebert-Schule werden nun Unterschriften gesammelt, die am Dienstag, 23. Februar, in der Stadtvertretung überreicht werden sollen.

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