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Rezept für den besonderen Imbiss

Selent Rezept für den besonderen Imbiss

Was aus einer Bierlaune entsteht, muss keine Schnapsidee sein: Mehrere Jahre tüftelten Udo Zeidler (56) und Sven Hachmann (51) aus Sellin (Gemeinde Mucheln) an Plänen für einen Imbiss mit gehobener Qualität. Mit zwei mobilen Wagen fingen sie an. Im Oktober eröffnen sie ein Lokal in Selent.

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Gehobene Qualität zum normalen Preis ist das Ziel: Udo Zeidler (Foto) eröffnet im Oktober zusammen mit seinem Geschäftspartner Sven Hachmann im Haus Kieler Straße 14 in Selent (im Hintergrund) den Imbiss.

Quelle: Orly Röhlk

Selent. Schon seit Langem träumten der gelernte Tischler Zeidler und der Sozialversicherungsfachangestellte Hachmann von einem Imbiss mit besonderer Qualität, aber zum normalen Preis. Doch erst einige Jahre, nachdem der gebürtige Wuppertaler Zeidler und der Bad Oldesloer Hachmann in Sellin Nachbarn geworden waren, reifte ein Plan. „Es war vor drei Jahren an einem lauschigen und sonnigen Sonnabendnachmittag. Wir saßen auf der Terrasse, und Hachmann erzählte davon, dass ihm ein solcher Imbiss sozusagen auf der Seele liege“, erinnert sich Zeidler.

 Ein derartiges Unternehmen, wo man unbesorgt essen kann, war auch sein Traum. „Wir sind beide leidenschaftliche Hobbyköche und haben daraufhin ein Jahr lang in der Küche getüftelt, wie sich der Imbiss revolutionieren lässt, aber zugleich Althergebrachtes wie Currywurst und Bratwurst ebenfalls dabei ist. Wir wollten den Spagat zu Hamburgern und Cheeseburgern schaffen.“ Lange probierten beide an einem Brötchenrezept und fuhren nach Belgien, um dem Geheimnis guter Pommes auf die Spur zu kommen. „Bei Verköstigungen haben wir uns bei Großhändlern durchgefuttert und einen gefunden, wo wir unsere Pommes und original belgische Pommessoßen beziehen“, erzählt Zeidler. Das Fleisch kommt von der Landschlachterei Habermann aus Preetz, von einem Döner-Produzenten aus Berlin werden Dönerspieße geliefert.

 Start des Unternehmens war am 1. Dezember 2015 mit zwei Imbisswagen und zwei Angestellten. Zeidler gab seine Arbeit bei einem Lütjenburger Unternehmen auf, Hachmann behielt seinen Job bei einer Krankenkasse bei und hilft in seiner Freizeit mit. „Wir wollten vernünftig bleiben und kein finanzielles Risiko eingehen, die Zahlen müssen stimmen“, verweist Zeidler darauf, dass beide Familie zu ernähren haben. „Wir waren absolut von unserem Konzept überzeugt, die Leute wissen gute Qualität zu schätzen“, hat er festgestellt. Jeweils ein Imbisswagen steht in Kiel (montags und dienstags in der Gutenbergstraße, mittwochs und donnerstags im Knooper Weg), in Lütjenburg (donnerstags und freitags bei Famila) und in Selent (sonnabends und sonntags bei Edeka). Geöffnet ist jeweils von 12 bis 19 Uhr.

 Im Sommer 2015 kauften die Geschäftspartner das Haus Nummer 14 an der Kieler Straße in Selent. Zurzeit renovieren sie es von Grund auf. Der Gastraum soll über 16 Plätze verfügen. Die Firma wuchs auf fünf Mitarbeiter an, die laut Zeidler alle kochen können: „Das ist ein großes Glück.“ Auf der Karte stehen künftig auch Schnitzel mit selbst gemachten Soßen, Salate mit hausgemachten Dressings können sich die Gäste selbst zusammenstellen. Es gibt Brote und saisonal Backfisch, Schaschlick sowie hausgemachte Nudel- und Kartoffelsalate. 2017 soll der Bereich hinter dem Haus zum Biergarten werden. Einer seiner Söhne habe beschlossen, mit einzusteigen, sagt Zeidler: „Wir haben das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben.“

 Eröffnung soll am 15. Oktober sein, geöffnet jeweils 11.30 bis 21 Uhr, auch außer Haus-Verkauf, Tel. 04384/5934425, www.zeidlers-imbiss.de.

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