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SPD geht mit Lars Winter ins Rennen

Bürgermeisterwahl in Plön SPD geht mit Lars Winter ins Rennen

Die Plöner SPD geht mit einem politischen Schwergewicht in die Bürgermeisterwahl am 3. Juli nächsten Jahres. Sie überzeugte den ostholsteinischen Landtagsabgeordneten Lars Winter (52), für das Amt zu kandidieren. Der Clou: Plön ist die Heimatstadt Winters. Sein Vater Karl war lange Jahre CDU-Stadtrat.

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Lars Winter kandidiert für das Bürgermeisteramt in Plön. Der SPD-Landtagsabgeordnete hat bereits den Rückhalt vom SPD-Ortsvorsitzenden Henning Höppner (von links hinten) sowie von dessen Stellvertreter Klaus Stänner und dem Fraktionsvorsitzenden Thorsten Pfau.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Plön. Die SPD hofft, mit der Personalie alle übrigen Gruppen in der Ratsversammlung hinter sich bringen zu können. Erst vor Kurzem hatten die vier Fraktionen und die FDP bekräftigt, einen gemeinsamen Kandidaten gegen Amtsinhaber Jens Paustian ins Feld schicken zu wollen.

 „Es wäre für mich etwas ganz Besonderes, in meiner Heimatstadt Bürgermeister zu werden“, sagte Winter bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur. In einer anderen Stadt hätte er nicht kandidiert. Er biete sich allen Gruppen der Ratsversammlung als gemeinsamen Kandidaten an. Erste Gespräche sollen bald folgen. Wirtschaftlich sei der Schritt nicht der schlaueste, gab er zu. „Aber man muss seinem Herz folgen und nicht nur dem Portemonnaie.“ Seine Qualitäten als Bürgermeister sieht Winter dennoch bei den Finanzen. Dort macht er Defizite in Plön aus. „Da muss man schnell auf einen guten Weg kommen.“

 Lars Winter lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern derzeit in Beschendorf. Im Falle seiner Wahl werde er aber in Plön ansässig. Die Familie Winter genießt in der Stadt einen guten Ruf. 34 Jahre lang führten die Eltern Karl und Margrit Winter eine Tanzschule in der Kreisstadt. Kaum ein Plöner, der nicht bei ihnen tanzen gelernt hat. Lars Winter lebte in seiner Jugend das gemütliche Leben in einer Kleinstadt, ding dort zur Schule, spielte Fußball und Tennis im TSV Plön. Seine berufliche Laufbahn begann er 1982 als Auszubildender in der Plöner Rathausverwaltung, damals mit Bürgermeister Uwe Jes Hansen als Chef und Jens Paustian als Azubi-Kollegen. Es folgten berufliche Stationen im damaligen Amt Plön-Land und als Kämmerer in einem Amt in Brandenburg. Zuletzt war er Stellvertreter des Leitenden Verwaltungsbeamten des Amtes Schönwalde, wo er für die Finanzen zuständig war. 2012 gewann er bei den Landtagswahlen ein Direktmandat im Wahlkreis Ostholstein-Nord. Winter ist Finanzexperte in seiner Fraktion und führt als Kreisvorsitzender die SPD in Ostholstein.

 Kritik übte die FWG an der Bekanntgabe der Kandidatur. Sie fühlt sich vom Vorgehen der SPD „enttäuscht“, da man doch gemeinsam einen Kandidaten präsentieren wollte. CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Hagen wollte sich noch nicht auf eine Person festlegen. Er urteilte aber persönlich über Winter: „Ein Plöner, der zurückkehrt, ist schon ein Pfund.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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