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Motorsägen-Oldies sehr gefragt

Sammler-Treffen bei Ascheberg Motorsägen-Oldies sehr gefragt

Es riecht nach altem Zweitaktöl und frischen Sägespänen, der rohe Dielenboden knarzt bei jedem Schritt. In handgezimmerten Regalen stehen dicht an dicht über 500 Kettensägen. Das rustikale Ambiente passt hundertprozentig zu dem Motorsägen-Museum, das Jan Matthiesen in Lisch bei Ascheberg eingerichtet hat.

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Souvenir aus einem Finnland-Urlaub: Jan Matthiesen hat sich für seine Sammlung eine über 50 Jahre alte Hyry-Kettensäge mitgebracht.

Quelle: Dirk Schneider

Ascheberg.. Am Wochenende 6./7. Mai richtet der Forstwirt das 12. Internationale Oldtimer-Motorsägensammler-Treffen aus, das alljährlich an wechselnden Orten gefeiert wird. „Es haben sich Sammler aus Finnland und Schweden, der Schweiz und Luxemburg sowie den Niederlanden und natürlich ganz Deutschland angemeldet“, freut sich Matthiesen auf zwei abwechslungsreiche Tage.

 Denn neben dem Fachsimpeln mit Gleichgesinnten und einer regen Tauschbörse soll es viele Vorführungen mit den ratternden und knatternden Oldtimern geben. Wie mit der Sachs-Dolmar-Kettensäge aus den frühen 70er-Jahren im firmentypischen orange-farbigen Metallgehäuse, die Matthiesen anwirft. Das Besondere: „Die Maschine hat einen Wankelmotor und ist damit eine echte Rarität.“ Der Vorteil: Dieser Antrieb laufe sehr ruhig, fast vibrationsfrei, vertrage sehr hohe Drehzahlen, so Matthiesen Der Nachteil: „Das System erwies sich schon in der Erprobungsphase als störanfällig und wartungsintensiv.“. Wahrscheinlich sei dies der Grund, weshalb nur Kleinserien in Produktion gegangen seien. Die Experimente mit Viertakt-Benzinern und Dieselmotoren seien hingegen vermutlich aufgrund deutlich höheren Gewichts bei vergleichbarer Leistung zu einem Zweitakter eingestellt worden, mutmaßt Matthiesen und verweist auf die entsprechenden Ausstellungsstücke.

 In seiner Sammlung hat er auch handgebaute Einzelstücke aus der DDR und Osteuropa sowie Kuriositäten. So gibt es beispielsweise norwegische Kombinationsgeräte, bei denen Führungsschiene samt Schneidkette gegen eine Schiffsschraube mit Antriebswelle getauscht werden kann. Auch Zweimann-Motorsägen und mechanische Fuchsschwänze aus dem Jahr 1916 – quasi die Vorläufer des rotierenden Kettenblattes – können bestaunt werden.

 Internationales Oldtimer-Motorsägensammler-Treffen in Lisch bei Ascheberg: Sonnabend und Sonntag, 6. und 7. Mai, jeweils 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei.

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