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Ein Arbeitsplatz in luftiger Höhe

Klosterkirche Preetz Ein Arbeitsplatz in luftiger Höhe

Die Sanierungsarbeiten am ältesten Dachstuhl des Landes gehen weiter: Nachdem vor zwei Jahren die Südseite des imposanten Walmdachs der Klosterkirche Preetz erneuert worden war, wird jetzt die Nordseite neu eingedeckt. Rund 340000 Euro werden dafür eingeplant.

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Matthias Schramm, Mitarbeiter der Dachdeckerfirma Kodel, arbeitet auf dem Dach der Klosterkirche Preetz.

Quelle: Ulf Dahl

Preetz. Für den Arbeitsplatz in luftiger Höhe von bis zu 33 Metern wurden bereits in der vergangenen Woche die Gerüste aufgestellt. „Wir haben sofort losgelegt, als der Bescheid über die Zuschüsse kam“, erzählt Priörin Viktoria von Flemming. Aus dem Bundeshaushalt fließen 120000 Euro, dazu kommen weitere Zuschüsse von insgesamt 65000 Euro, den Rest übernimmt das Adelige Kloster selbst. Die Stutzbasilika war von 1325 bis 1340 errichtet worden und ist bekannt für ihre einmalige Bilderbibel.

„Zunächst haben wir angefangen, die Eindeckung und die Dachlattung abzutragen“, berichtet Dachdeckermeister Bernd Kodel. Angefangen habe man in dem Bereich über dem Portal. „Dachdecker fangen immer rechts an“, erläutert Kodel, „weil die Ziegel von rechts nach links gelegt werden.“ Die Sparren wurden überprüft, nachgearbeitet und imprägniert und der Bereich neu eingelattet. Dabei müssen die Handwerker auch für einen Höhenausgleich sorgen: „Man kann gut sehen, wie stark alles durch das Alter schon durchgebogen war.“

Die neuen Dachziegel sollen in der letzten Juli-Woche angeliefert werden. „Wenn alles klappt und das Wetter stabil bleibt, können wir Mitte oder Ende September von außen fertig sein“, ist Kodel optimistisch. Er nennt noch zwei Zahlen: 17000 Ziegel werden gelegt, und die Länge der Latten liegt zusammengerechnet bei knapp vier Kilometern.

Die Priörin befürchtet noch eine böse Überraschung im hinteren Dachbereich: „Im Turm gab es im Februar einen dicken Wasserschaden“, berichtet sie. Auf den Tasten der historischen Orgel habe eine dünner Schmierfilm gelegen. „Der Wassereinbruch ging runter bis in den Chorraum.“ Der Regen war durch die schon bröseligen Ziegel gedrungen.

Wenn alles fertig sei, soll ein Festgottesdienst in der Kirche gefeiert werden. „Wir haben alle Grund, uns zu bedanken“, freut sich Viktoria von Flemming über die finanzielle Unterstützung der teuren Sanierung. Die alten Ziegel gehen zur Malerfirma Holtorf und werden dort mit einer kleinen Klosterkirche bemalt. Anschließend werden sie gegen eine Spende in der Klosterverwaltung oder beim Weihnachtsmarkt abgegeben.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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