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Spargelsaison wird in Preetz eröffnet

Schleswig-Holstein Spargelsaison wird in Preetz eröffnet

Rekordverdächtig früh – vom Spargelanstich in Schleswig-Holstein war am Dienstag bereits in den Morgenstunden auf vielen Kanälen die Rede. Tatsächlich hat die Ernte diesmal zwei Wochen früher als im Vorjahr begonnen, als Nachtfröste und Schneefall den Start verzögerten.

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In Schleswig-Holstein wird am Dienstag die Spargelsaison eröffnet.

Quelle: Marcel Kusch/dpa

Preetz. Warmes und trockenes Wetter mit hoher Sonneneinstrahlung hat die Stangen unter der Erde wachsen lassen. „Perfektes Timing für das Osterfest“, heißt es bei der Landwirtschaftskammer. Die traditionelle Saisoneröffnung auf dem Spargelfeld des Lindenhofs in Preetz litt dann allerdings doch wieder unter einem Witterungseinbruch. Bei sieben Grad und unangenehmen Winden hielt Kammerpräsident Claus Heller seine Ansprache. Mehr als 90 Prozent des schleswig-holsteinischen Spargels würden direkt vermarktet – von Betrieben wie dem von Christoph Donath-Totzke in Preetz. „Der Spargelanbauer des Vertrauens steht hoch im Kurs“ sagte Heller. Die Werbung trägt Früchte, Hoffeste und Saisonaktionen zahlen sich aus. Fast 50 Betriebe entlang der „Spargelstraße Schleswig-Holstein“ werden auch in diesem Jahr wieder über das edle Gemüse informieren.

Mit knapp 500 Hektar Anbaufläche liegt der Spargel in Schleswig-Holstein auf Platz fünf hinter verschiedenen Kohlarten und Möhren. Neue Techniken bei Anbau und Verarbeitung sorgen dafür, dass die Stangen noch schneller zum Verbraucher kommen. So werden zum Beispiel zwei Schichten Folie über die Felder gelegt, der so entstehende „Minitunnel“ hat den Effekt wie ein Gewächshaus, wie Karl Schäfer aus Wiemersdorf erklärte. Er ist Vorsitzender des 1990 gegründeten Arbeitskreises Spargel Schleswig-Holstein, dem heute 43 Betriebe angehören. Unverzichtbar ist die Spargelspinne, eine holländische Erfindung: Das mehrrädrige Ungetüm hebt behutsam die Folien an, sodass die Erntehelfer ungestört die Stangen stechen können. Der Betrieb beschäftigt in der Hauptsaison etwa 50 Mitarbeiter. Eine Prognose für den Saisonverlauf wagt der Inhaber nicht. „Bei der Ernte ist es wie mit dem Urlaub“, meint er. „Ob es gut war, weiß man erst hinterher.“

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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