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Schlosskoppel bleibt grün

Heikendorf Schlosskoppel bleibt grün

Die Schlosskoppel bleibt grün. Der Bauausschuss Heikendorf hat das Verfahren zur Planung einer Straßenrandbebauung aufgehoben. Darauf hatte sich die Gemeinde mit der örtlichen Bürgerinitiative geeinigt. Einen Bürgerentscheid zu diesem Thema wird es deshalb nicht mehr geben.

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Die Schlosskoppel in Heikendorf soll unbebaut bleiben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden – das wünscht sich zumindest die Bürgerinitiative. Noch gehört das Grundstück allerdings dem Bund.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Zur Vorgeschichte: Die Grünfläche gehört der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA). Diese hätte das Grundstück gerne veräußert, aber nicht als landwirtschaftliche Fläche, sondern zumindest teilweise lukrativer als Bauland. Die Gemeinde hatte darin die Chance gesehen, das heute unzugängliche Gelände öffentlich nutzbar zu machen, und mit der Aufstellung eines B-Plans begonnen. Vorgesehen war eine Straßenrandbebauung, der Rest sollte für die Allgemeinheit geöffnet werden.

 Gegen dieses Vorhaben wandte sich eine Bürgerinitiative. Die Initiatoren, Anlieger und weitere Einwohner Heikendorfs, wünschten sich, dass diese besondere Fläche komplett frei bleibe. Sie argumentierten unter anderem mit dem Naturschutzgesetz und wollten das Gelände statt dessen über eine Bürgerstiftung erwerben und zugänglich machen. Im Mai überreichten sie 960 Unterschriften, nur 703 wäre notwendig gewesen. Nach einer Prüfung durch den Kreis wurde das Bürgerbegehren anerkannt. Hätte die Gemeinde sich mit der Bürgerinitiative nicht geeinigt, hätte spätestens im Dezember ein Bürgerentscheid realisiert werden müssen. Dieses Verfahren wird nun vermieden. „Die nötigen Unterschriften wurden geleistet“, stellte der Ausschussvorsitzende Hans-Herbert Pohl fest. Nur noch kurz flackerte der politische Streit um die Zukunft der Koppel auf: Während Ludwig Dümpelmann von der UWH sich hinter die Ziele der Bürgerinitiative stellte und auf die deutliche Meinungsäußerung der Bürger verwies, merkte Karl Scharpf (CDU) an, dass er mit Leuten gesprochen habe, die dabei von falschen Voraussetzungen ausgegangen waren: „Die dachten, die ganze Koppel sollte bebaut werden“, so Scharpf. Einstimmig bei zwei Enthaltungen sprach sich der Bauausschuss für eine Aufhebung des begonnenen B-Plan-Verfahrens aus.

 Wolf Stähr, einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Die Gründung einer Bürgerstiftung werde nun vorbereitet.

 Für die kleinere Fläche südlich des Schlosskoppelwegs, das ebenfalls der BIMA gehört, wurde ein neuer B-Plan aufgestellt: Dort kann sich die Mehrheit des Bauausschusses ein „Sondergebiet IT“ vorstellen.

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