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Schnelles Netz für Schulen

Kreis Plön Schnelles Netz für Schulen

Die kreiseigenen Schulen und die Berufsschulen kommen schneller an eine starke Internetleitung als gedacht: Die CDU setzte sich im Plöner Kreistag mit ihrem Antrag durch, sechs Einrichtungen möglichst schon in den nächsten Monaten an das Glasfasernetz der Telekom anzuschließen.

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Im Turbogang ins Netz – und das auch über WLAN: Dieser Wunsch soll an kreiseigenen Schulen sowie den Berufsschulen in Plön und Preetz rasch erfüllt werden.

Quelle: Silvia Marks

Plön. Gleichzeitig bewilligte das Gremium einstimmig weitere 100000 Euro für den Ausbau von WLAN-Netzen in den kreiseigenen Schulen. In den Genuss eines Glasfaseranschlusses kommen das Gymnasium Schloss Plön, das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Preetz, das Hoffmann-von-Fallersleben-Schulzentrum in Lütjenburg und die drei Berufsschulstandorte in Preetz und Plön. Das Heinrich-Heine-Gymnasium in Heikendorf bleibt außen vor, weil es bereits über einen leistungsfähigen Anschluss verfügt.

 Die Kosten für das Glasfaserprojekt belaufen sich zusammen auf rund 300000 Euro in den kommenden drei Jahren. Für jede Schule verlangt die Telekom pro Jahr rund 15600 Euro. Das Geld nimmt der Kreis aus Sonderzuweisungen des Landes, die zusätzlich aus dem Finanzausgleich in den Kreis Plön fließen. Die Telekom verspricht Leistungen von bis zu 155 Mbits pro Sekunde. Sie garantiert allerdings nur 45 Mbits. Im Vergleich zu den heutigen Geschwindigkeiten wäre aber auch das ein Quantensprung. In Lütjenburg und Plön surfen die Schüler beispielsweise derzeit mit zwei Mbits wie im Zeitlupentempo.

 Die Internet-Entscheidung des Kreistags ist ein Erfolg der CDU-Fraktion, die bereits im Mai das Thema auf die Tagesordnung gesetzt hatte. „Wenn wir immer warten würden, ob vielleicht noch etwas anderes kommt, dann würden wir heute noch von Baum zu Baum springen“, begründete Jürgen Kleinfeldt (CDU) die Initiative seiner Partei. Andere Parteikollegen kritisierten die Verzögerungen durch andere Fraktionen.

 SPD, FWG und Grüne favorisierten nämlich einen anderen Weg, um die Klassen ins Netz zu bringen. Sie wollten ein Landesprogramm abwarten, das zum Jahreswechsel bekannt gegeben wird. SPD-Fraktionsvorsitzender Lutz Schlünsen ging zudem fest davon aus, dass die Telekom ihre Netze in Plön, Preetz und Lütjenburg bis zu den Kabelverzweigern sowieso mit Glasfaser nachrüstet. Dann werde ein Anschluss pro Schule nur 29,95 Euro im Monat kosten. Schlünsen: „Kein Schüler verblödet, wenn er ein halbes Jahr später Internet in der Schule bekommt.“ Ähnlich argumentierte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Axel Hilker: „Wir wollen keinen Breitbandanschluss um jeden Preis.“ Die einzelnen Stichleitungen der Telekom, wie die CDU sie wolle, kosteten „Unsummen“. Tade Peetz (CDU) zweifelte hingegen am Landesprogramm für das Internet. Niemand wisse, wie viel Geld bereitgestellt werde. Er rechnete zudem mit einem landesweit großen Ansturm auf die Mittel, so dass die Aussicht auf einen schnellen Erfolg für den Kreis Plön schlecht seien.

 Die kleinen Gruppierungen gaben bei der Abstimmung den Ausschlag. Die FDP, die UWG und der Linken-Vertreter Bernd Friedrich stellten sich an die Seite der CDU-Fraktion und brachten es zusammen auf 24 Ja-Stimmen bei 18 Nein-Stimmen aus den Reihen der SPD, Grünen und FWG. Bernd Friedrich, einst Gymnasiallehrer in Lütjenburg, schilderte aus eigener Erfahrung, wie schwerfällig das Internet im Schulzentrum funktioniert. Es habe einmal 25 Minuten gedauert, bis sich die gewünschte Seite auf allen Bildschirmen in der Klasse aufgebaut hat. Friedrich: „Der Beschluss des Kreistages wird den Schulen nicht schaden.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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