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Sprachpaten fehlt es an Reservekräften

Schönberg Sprachpaten fehlt es an Reservekräften

163 Flüchtlinge leben derzeit in Schönberg. Nach der Unterbringung hat der Sprachunterricht für die meisten vom ihnen oberste Priorität. Dafür sorgen seit Herbst 2014 die ehrenamtlichen Sprachpaten. Projektleiterin Gisela Lüpping zieht Bilanz.

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Johanna Thiel ist Sprachpatin mit Herzblut und übt hier mit Khalil Khalil Aussagesätze.

Quelle: asc

Schönberg. Waren es zu Beginn drei „Lehrer“, die eine Gruppe von 15 Flüchtlingen unterrichteten, zählt das Helfernetz in Schönberg mittlerweile 14 Sprachpaten, die in vier Gruppen das Lesen und Schreiben auf Deutsch vermitteln.

„Die Sprache ist das A und O, und wir sind sehr froh, dass sich noch immer so viele Menschen für die ehrenamtliche Vermittlung bereitfinden. Aber wir haben keine Reserve, wenn jemand ausfällt“, sagt Gisela Lüpping. Sie organisiert seit Beginn das Projekt für Schönberg und Umgebung, das aus einem Projekt der Kreisvolkshochschule hervor gegangen war. Über 50 Frauen und Männer kommen inzwischen an drei Nachmittagen in der Woche in die Schönberger Schule, um die Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben zu erwerben. Die Menschen seien interessiert und fleißig, schätzt Lüpping ein. Nach wie vor sei auch die Stimmung „sehr positiv“ und die Hilfsbereitschaft sehr hoch, sagte Lüpping mit Blick auf die Vorkommnisse in Köln und Hamburg. Von einem „Kippen der Stimmung“, wie vielerorts berichtet, könne in Schönberg keine Rede sein, versichert Lüpping.

Geändert habe sich lediglich die Anzahl der Flüchtlinge, die zum Sprachunterricht kommen. Nach wie vor gebe es ein sehr unterschiedliches Anforderungsprofil der Teilnehmer. „Es reicht vom Analphabeten bis hin zum Arzt und Handwerker“, beschreibt Lüpping die Situation. Sehr erfreulich sei, dass bereits einige der „Schüler der ersten Stunde“ weitergehende Aufnahmeprüfungen bestanden hätten und an anderen Schulen wie in Preetz oder Plön Abschlüsse erwerben könnten, die ihnen weiter helfen, erklärte Lüpping.

Erleichtert werde die Arbeit sowohl durch eine veränderte Gesetzgebung, durch Seminare und Hilfe seitens des Amtes sowie durch eine verbesserte finanzielle Ausstattung. Denn die Sprachpaten seien integriert in das Helfernetz, das von Sabine und Henner Meckel in Schönberg koordiniert wird. Dort gebe es inzwischen ein gut gefülltes Spendenkonto, über das Lehrbücher und andere Unterrichtsmaterialien angeschafft werden. Eine „große Bereicherung“ sei auch das Haus der Integration, das im Herbst 2015 eröffnet wurde und Anlaufpunkt für alle an der Flüchtlingshilfe Beteiligten sei, lobt Meckel das Konzept. Gleichwohl gebe es nach wie vor Bedarf an Helfern, sowohl als Sprachpaten als auch im allgemeinen Bereich.

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Ein Artikel von
Astrid Schmidt

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