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Schönberg schiebt die Energiewende an

Modellquartier am Markt Schönberg schiebt die Energiewende an

Mit einem „Modellquartier am Markt“ rund um die Gemeinschaftsschule Probstei möchte die Gemeinde Schönberg in der Region zum Vorbild für die Umsetzung der Energiewende werden. „Wir wollen zeigen, dass die Energiewende auch im Kleinen möglich ist“, sagt Bürgermeister Dirk Osbahr.

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Bürgermeister Dirk Osbahr hofft, dass das Quartier am Markt ein Vorbild für die Umsetzung der Energiewende wird.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. Einbezogen werden neben dem Schulzentrum auch das Haus der Sicherheit, das Kulturzentrum Alte Apotheke, das Probstei Museum, die Kirche und das Gemeindehaus sowie auf freiwilliger Basis auch private Hauseigentümer. In dem Gebiet stehen viele Ein- und Zweifamilienhäuser aus den 1950er- bis 1970er-Jahren. Die Gemeinde hat jetzt eine Agentur beauftragt, ein Energiekonzept mit möglichen Optionen für das Modellquartier zu erarbeiten. Dafür wurden bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Investitionsbank Fördergelder beantragt. Die Gemeinde geht davon aus, dass sie selbst nur 15 Prozent der Konzeptionskosten übernehmen muss.

 Bereits Ende November sollen die ersten Entwürfe vorliegen. „Für die Konzeption einer Wärmeversorgung unter Regie von Gemeindewerken im Quartier ist das zwar ein sehr ehrgeiziger Zeitplan, aber wir sind überzeugt davon, dass es gelingt, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten“, sagt Michael Knitter, Projektleiter der Kieler Agentur IPP ESN Power Engineering. „Wir untersuchen zunächst den Ist-Zustand und halten uns die Wahl für diese oder jene erneuerbare Energie oder den Mix mehrerer regenerativer Energiearten noch offen“, erklärt Knitter.

 Ziel der Gemeinde ist, die Emissionen von Kohlendioxid bis zum Jahr 2020 gegenüber denen von 1990 um mindestens 20 Prozent zu vermindern. Der Anteil erneuerbarer Energien soll auf mindestens 20 Prozent erhöht und die Energieeffizienz um mindestens 20 Prozent gesteigert werden. Geplant ist unter anderem eine neue oder ergänzende Wärmeversorgung beim Ausbau der Gemeinschaftsschule. Auf dem Schulgelände ist bereits eine Fotovoltaikanlage installiert. Energetisch saniert werden soll auch das Haus der Sicherheit. Die Technik der Heizungsanlage darin ist auf „altem Stand“, sagt Wehrführer Jörg Matthies. Geprüft werden soll, ob das nahegelegene Klärwerk Biogas und Abwärme liefern kann.

 „Wir wollen als Gemeinde auch im Sinne der Daseinsfürsorge für die Bürger Versorger sein und für die notwendigen Strom- und Wärmeleitungen sowie Breitbandkabel sorgen“, erklärt Osbahr. Unter der Federführung der Gemeinde soll zusammen mit Hauseigentümern, Schulverband, Kirchengemeinde und Mietern versucht werden, das gesamte Modellquartier am Markt so energieeffizient und klimaneutral wie möglich zu gestalten.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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