20 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Schönberg startet WLAN am Strand

Surfen im Internet Schönberg startet WLAN am Strand

Kostenlos im Internet surfen ist jetzt am Strand in Schönberg möglich. Die Gemeinde hat mit der Kieler Firma Snellstar das erste flächendeckende WLAN-Hotspot-Netz an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste installiert, das die Promenaden am Schönberger Strand und in Kalifornien versorgt.

Voriger Artikel
Luftwaffe würdigt Flugabwehr für Türkei-Einsatz
Nächster Artikel
Neuer Eigentümer gefunden

Cora Brockmann und Dirk Osbahr lassen sich von Karlheinz Hagen zeigen, wie sie am Strand WLAN nutzen können.

Quelle: Thomas Christiansen

Schönberg. Die kleinen Kästen, die hoch oben an den Laternen auf der Strandpromenade hängen, fallen kaum auf. Insgesamt 18 solcher Access Points wurden installiert, erklärt Karlheinz Hagen, Geschäftsführer von Snellstar. Ihre Reichweite beträgt jeweils etwa 200 Meter, ein erneutes Einloggen ist nicht erforderlich.

 „Urlauber können sich am Strand jetzt auch über Veranstaltungen, gastronomische Angebote und die Wetterlage informieren“, erläutert Cora Brockmann vom Tourist-Service. „Es wurde immer wieder danach gefragt“, sagt Bürgermeister Dirk Osbahr. Im gesamten kurabgabepflichtigen Bereich in Schönberger Strand und Kalifornien kann WLAN nun kostenfrei genutzt werden. Zunächst einmal für ein Jahr, betont Osbahr. Ob es auch danach kostenfrei bleibt, soll noch entschieden werden. Derzeit kostet die Gemeinde die Aktion knapp 10000 Euro im Jahr.

 „Schönberg ist der Vorreiter“, erklärt Hagen. An Strandpromenaden gebe es bislang keine WLAN-Netze, viele Küstenorte hätten überhaupt keine Breitbandversorgung. Hier sei das WLAN-Netz auch nur dank der Anlagen auf dem Ferienzentrum Holm möglich. Mit Ausrichtung der Antennen auf Holm versorgt Snellstar in Schönberg auch bereits mehr als 300 Ferienhäuser mit WLAN.

 Von den neuen Access Points an der Strandpromenade profitiert über den Strandbereich hinaus nach Angaben von Hagen nur die erste Häuserreihe dahinter, weil die Leistung sehr gering ist. Sehr gering ist auch die Strahlung, versichert Hagen. Die Strahlung der Access Points sei wesentlich geringer als die eines Mobiltelefons.

 Für Osbahr ist die Versorgung mit WLAN am Strand nur die erste Stufe. Später sollen auch die Bereiche um den Marktplatz und die Fußgängerzone sowie möglichst auch die Schule WLAN erhalten. Noch ist aber nicht endgültig geklärt, wie das Signal vom Holm dorthin geleitet werden könnte.

 Schon vor dem offiziellen Start hatten in der vergangenen Woche viele Nutzer die neue Möglichkeit entdeckt, in der Spitze waren bis zu 60 Nutzer an der Strandpromenade eingeloggt. Zum Seebrückenfest am Wochenende wurde das WLAN dann mit einem Zugangscode nur einer geschlossenen Nutzergruppe wie etwa Sicherheitspersonal zugänglich gemacht. Jetzt ist es ohne Zugangscode nutzbar. „Aufmerksame Gäste haben gemerkt, dass es zwischendurch wieder gesperrt war“, sagt Brockmann.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3