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Einzelhandel blutet aus

Schönkirchen Einzelhandel blutet aus

Die Schönkirchener Mühlenstraße ist demnächst um zwei Läden ärmer. Bäckerei Wäger und der Getränkemarkt mit Post und Lotto schließen zum Ende des Monats, weil das Haus verkauft wird. Damit blutet das Zentrum nach dem Ende des Wochenmarktes weiter aus. Immerhin gibt es Ersatz für die Post.

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Christa Luhmann bedauert die Schließung der Läden in der Schönkirchener Mühlenstraße – allerdings fehlen auch die Kunden, meint Timo Kowalski, der den Getränkemarkt gerade auflöst und die Post nur noch bis Ende Oktober betreibt.

Quelle: Andrea Seliger

Schönkirchen. „Wir wären gerne geblieben“, sagt Nicole Wäger über den Auszug der Bäckerei. Schönkirchen sei grundsätzlich wegen der Nähe zum Hauptstandort sehr attraktiv, auch wenn die Situation in der Mühlenstraße zuletzt nicht optimal gewesen sei – zum einen aufgrund der Baustelle, zum anderen aufgrund der Konkurrenzsituation durch den neuen Vortagsladen. Im Getränkemarkt nebenan hat Timo Kowalski nur noch wenige Getränkekisten stehen, dafür aber eine ganze Reihe von Paketen. „Ich bin seit sieben Jahren die Paketausgabe des Ortes“, sagt er. Die Hoffnung, dass Postkunden auch im Hauptgeschäft zugreifen, habe sich aber nicht erfüllt.

 „Es lohnt sich einfach nicht weiter. Der Einzelhandel in Schönkirchen schläft ein“, meint der frühere Hausbesitzer, für den dies auch ein Grund für den Verkauf war. Zukünftig sei dort kein Laden mehr vorgesehen.

 Ersatz für die Postagentur im Getränkemarkt soll zum einen in der Anschützsiedlung geschaffen werden im Schönkirchener Markt in der Anschützstraße 35. Da dies aber weit weg vom Ortszentrum sei, so Postpressesprecher Martin Grundler, werde man außerdem in der Mühlenstraße 27 eine kleine Annahmestelle eröffnen (werktags 10-12 Uhr) und zunächst in Eigenregie betreiben, bis ein Partner gefunden sei. Die Mühlenstraße 27 ist das ehemalige Friseurgeschäft Teichmann.

 „Es ist schade, dass die kleinen Geschäfte sich nicht halten können“, bedauerte Bürgermeister Peter Zimprich. Bis die Bürger mit dem geplanten Verbrauchermarkt an der Schönberger Landstraße wieder ein zentrumsnahes Angebot haben, werde es aber noch dauern. Er rechnet mit zwei bis drei Jahren, die aktuellen Kanalarbeiten sind bereits auf die zusätzlichen Anschlüsse ausgelegt. Die Coop konnte gestern keine Auskunft zum aktuellen Stand der Pläne geben. Besitzer des Grundstücks ist die Kirche.

 Noch guten Mutes ist Bernd Fiedler von der Frucht-Oase an der Ecke Mühlenstraße/Dorfstraße. Auch dieses Haus steht zum Verkauf, Fiedler setzt allerdings auf seinen gültigen Mietvertrag. Noch könne er nicht einschätzen, ob die Leute auch dann in die Mühlenstraße kommen, wenn sie dort die bisherigen Geschäfte nicht mehr vorfinden.

 Lange hatte Fiedler seine Ware auch auf dem Wochenmarkt angeboten. „Zum Schluss waren es nur noch der Schlachter und ich“, berichtet er. Nachdem Fiedler die Kunden schließlich auf sein Ladengeschäft verwies, hörte auch Schlachter Untiedt auf dem Wochenmarkt auf. Stattdessen führt der Fruchthändler nun einen Teil von dessen Sortiment – soweit zulässig, also in abgepackter Form. „Ich bleibe, solange der Verbraucher mitspielt“, sagt er.

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