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Rund 65 Prozent für Gerd Radisch als Bürgermeister

Schönkirchen Rund 65 Prozent für Gerd Radisch als Bürgermeister

Die Gemeinde Schönkirchen bekommt demnächst wieder einen hauptamtlichen Bürgermeister – und er wird Gerd Radisch heißen. Der einzige Kandidat erhielt 794 von 1233 abgegebenen Stimmen.

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Bürgermeister Peter Zimprich (rechts) gratuliert seinem Nachfolger Gerd Radisch.

Quelle: Andrea Seliger

Schönkirchen. „Es ist so gelaufen, wie ich mir das gedacht habe“, so Radisch. Viele seien davon ausgegangen, dass die Abstimmung über einen alleinigen Kandidaten ein Selbstgänger sei. Es habe jedoch auch viele gegeben, die mit dem ganzen Verfahren nicht einverstanden gewesen seien. Die 423 Nein-Stimmen, ein Anteil von fast 35 Prozent, überraschten ihn deshalb nicht. 16 Wähler hatten ungültige Stimmzettel abgegeben. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 22 Prozent. Die Auszählung hatte nur knapp 20 Minuten gedauert. „Mein Bestreben wird sein, ein guter Bürgermeister für alle zu sein“, so Radisch.

Erster Gratulant war Eckhard Jensen gewesen, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Jensen zeigte sich erstaunt über die vielen Nein-Stimmen: „Ich habe kein Verständnis dafür.“ Wenn jemand den Kandidaten nicht wählen möge, weil er ihn nicht kenne, könne er sich enthalten. „Wir sind in Schönkirchen anderes gewohnt.“

"Ich wünsche ihm eine glückliche Hand"

Noch-Bürgermeister Peter Zimprich (SPD) gratulierte ebenfalls und überreichte seinem Nachfolger einen Blumenstrauß. „Ich wünsche ihm eine glückliche Hand.“ Er übergebe ein gut bestelltes Haus, allerdings mit eingeschränkter Kassenlage. Die Vereidigung des zukünftigen Amtsinhabers ist im Rahmen der Gemeindevertretersitzung am 8. Dezember geplant.

Radisch (62) ist aktuell noch Unternehmensberater in Bad Schwartau. Er will nun nach Schönkirchen ziehen und seine Firma aufgeben. Er war selbst 13 Jahre Kommunalpolitiker in Bad Schwartau und hatte sich dort zuletzt auch für das Bürgermeisteramt beworben, allerdings vergeblich. Radisch war früher Mitglied der CDU, ist jedoch vor drei Jahren aus der Partei ausgetreten.


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Der SPD-Mann Zimprich (70) war nach der jüngsten Kommunalwahl in der Gemeindevertretung zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt worden. Die CDU-Fraktion hat dort neun Sitze, dazu gehört auch der einzige FDP-Vertreter. Die SPD hat sechs, die Grünen haben vier Mitglieder in der Gemeindevertretung. Zimprich hatte jedoch angesichts der Arbeitsbelastung im Mai seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Die Gemeindevertretung beschloss daraufhin, dass Schönkirchen zukünftig wieder einen hauptamtlichen Bürgermeister benötige. Dies ist inzwischen auch für Gemeinden innerhalb eines Amtes wieder möglich, auch Lütjenburg und Schönberg haben sich dazu entschlossen. Zu den Aufgaben des „Neuen“ wird die Vermarktung der Flächen im erweiterten Gewerbegebiet gehören. „Ab Januar werde ich kürzer treten“, so Zimprich.

Anschütz Süd war besonders unzufrieden

Einer der letzten Wähler vor Schließung der Wahllokale war Oliver Zudock gewesen. „Weil ich einen neuen Bürgermeister haben will, und weil ich es selbst bestimmen will“, erklärte er. Die verhältnismäßig geringe Wahlbeteiligung zeigt allerdings, dass viele anders dachten. In einer Umfrage der KN hatten einige bereits angekündigt, nicht zu wählen, weil sie empört darüber waren, dass es keine Alternative gab. Denn die Parteien hatten einen gemeinsamen Kandidaten nominiert, weitere Bewerber hatten sich nicht beim Amt gemeldet. Andere Bürger hatten dazu aufgerufen, mit Nein zu stimmen, um ihr Missfallen auszudrücken.

Am größten waren die Vorbehalte offenbar im kleinen Bereich Anschütz Süd, wo 48 Ja- und 38 Nein-Stimmen abgegeben wurden und die Wahlbeteiligung nur bei 14 Prozent lag. In Anschütz Nord stand es dagegen 195 Ja- zu 69 Nein-Stimmen.

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