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Schüler steigen in die Manege

Schwartbuck Schüler steigen in die Manege

Clownerie statt Klassenarbeit und Lassowerfen statt Rechnen. Die Grundschule Schwartbuck macht eine Woche lang Zirkus. Unter professioneller Anleitung bereiten die 112 Jungen und Mädchen eine Aufführung in der großen Manege für den morgigen Freitag vor.

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So wird aus einem Luftballon ein Herz. Nadine Thiel zeigt den Kindern, was man alles mit Ballons anfangen kann.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Schwartbuck. Der Zirkus Amando der Familie Thiel aus Itzehoe hat am Montag sein Zelt (Fassungsvermögen 550 Plätze) gleich neben der Schule aufgeschlagen. Seit 18 Jahren zieht es Rinaldo und Nadine Thiel an die Grundschulen. Als „normaler“ Zirkus hätten sie keine Überlebenschance mehr gehabt. Zirkusbesitzer sei ein aussterbender Beruf, sagt Nadine Thiel etwas wehmütig. Mit der Idee, Schülern das Jonglieren, Seiltanz oder die Dressurarbeit mit Tauben beizubringen, setzen sie die lange Familientradition in etwas abgewandter Form fort. Gebucht wird ihr Zirkus Amando mittlerweile von Schulen in ganz Deutschland.

 Auch die großen Töchter der Familie helfen schon mit. Vanessa Thiel kommandiert in Schwartbuck die Schwertkämpfer-Gruppe. Auf ihr Kommando „1,2,3“ schallt ein lautes „Hey“ aus den Kehlen der Kinder. Wenn es ihr zu leise ist, lässt sie den Ur-Schrei zur Freude der Kleinen wiederholen. Ihre Schwester Alia setzt mit den Schwartbucker Kindern einen Bauchtanz in der Manege in Szene. Da geht es leiser zu. Die Kinder sind mit Begeisterung dabei. Sie kehren nur in ihre Klassen zurück, um T-Shirts für den Tag der Aufführung zu bemalen oder Werbeplakate zu fertigen, die in den Dörfern verteilt werden. Der normale Unterricht fällt einfach aus. Dafür können sie am Ende der Woche aber Kunststücke wie Tiere aus Luftballons modellieren oder wissen, wie das 35 Jahre alte Zirkus-Pony Emily so arbeitet.

 Einer der Höhepunkte der öffentlichen Vorstellung dürfte die Nummer des Feuerspuckers werden. Den Teil übernehmen nicht die Schüler, sondern Schulleiter Stephan Martens und Hausmeister Michael Kamin. Der Name des Hausmeisters mache dem Feuerspeien alle Ehre, findet Rinaldo Thiel mit einem Schmunzeln. In einem Schnelldurchgang bringt er den beiden Zirkuslaien bei, wie man durch eine spezielle Atemtechnik die brennbare Flüssigkeit aus dem Mund bläst und sie mit einer Flamme an einem Stab zu einem Feuerball entzündet. Martens kommen vorübergehend Zweifel an seinem Vorhaben, als Thiel ihm schon einmal vormacht, wie man mit Atem und brennbarer Flüssigkeit ein Feuer entzündet. Aber nun hat er schon zugesagt.

 Die Vorstellung am Freitag, 15. April, beginnt um 17 Uhr.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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