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Chance für den Neuanfang

Schützenverein Wankendorf Chance für den Neuanfang

Am Ende siegte der Bauch über den Kopf. Nach drei Stunden intensiver und emotionaler Diskussion beschloss die außerordentliche Mitgliederversammlung des Schützenvereins Wankendorf am Freitagabend mit 17 gegen acht Stimmen, das vor einem Jahr abgebrannte Vereinsheim samt Schießstand wieder aufzubauen.

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In geheimer Abstimmung votierten die Teilnehmer der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Schützenvereins Wankendorf für den Wiederaufbau des Vereinsheims.

Quelle: Dirk Schneider

Wankendorf. Eine überraschende Entscheidung: In den Redebeiträgen und bei einer Einzelbefragung hatten sich noch zwei Drittel der 26 anwesenden Mitglieder gegen die rund 200000 Euro teure Investition ausgesprochen.

 Angesichts dieses mit Kurzbegründungen von jedem Anwesenden abgefragten Stimmungsbildes wollte der sechsköpfige Vorstand, der zunächst mit drei Nein- und zwei Ja-Stimmen sowie einer Enthaltung innerlich genauso zerrissen wie die Mitgliederschaft wirkte, die Sitzung eigentlich vertagen. „Um das Ganze erst einmal sacken zu lassen“, erklärte die Vorsitzende Elke Haacks. Die Hoffnung: Angesichts der Bedeutung für die Zukunft des Vereins könnte man die Grundsatzentscheidung auf eine breitere Basis stellen. „Ich bin sehr erschüttert, dass in dieser Situation so wenige Mitglieder gekommen sind“, sagte die Vorsitzende.

 Aktuell zählt der Verein 75 Mitglieder, von denen noch zwölf „mehr oder weniger aktive Sportschützen“ mit dem Luftgewehr seien. Einen gewissen Zulauf verzeichneten derzeit nur die Bogenschützen, die allerdings auf dem Sportplatz und in der Turnhalle trainieren und am eigentlichen Vereinsleben bislang wenig Interesse zeigen würden. „Wir sind da ganz emotionslos. Die Bogenabteilung braucht das Schützenheim eigentlich gar nicht“, stellte deren Leiter Thorsten Jensen fest. Entsprechend gering sei die Bereitschaft in der Sparte, sich beim Betrieb des Treffpunkts zu engagieren. „Keiner hat Lust dazu, in zwei Stunden drei Pfeile zu schießen und sich den Rest der Zeit um das Gebäude kümmern zu müssen.“

 Genau dies war aber der Knackpunkt, warum der Vorstand den Wiederaufbau infrage gestellt hatte. „Wir brauchen Helfer und Unterstützer, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, um den Betrieb unseres Schützenheims zuverlässig gewährleisten zu können. Das sehe ich im Moment nicht“, bedauerte Schatzmeisterin Ulrike Marquardt-Barg.

 Finanziell stehe der Realisierung des Bauvorhabens nichts im Weg, betonten die Kassenwartin und der Vorsitzende des Bauausschusses, Arno Barg. Die Kosten für das Gebäude habe man mit 192000 Euro veranschlagt. „115000 Euro bekommen wir von der Versicherung“, so Barg. 11000 Euro stünden in der Rücklage bereit, und in Eigenleistung könne man 7000 Euro beisteuern. Zudem hätten das Land, der Kreis und die Gemeinde jeweils 16500 Euro an Fördermitteln und Zuschüssen zugesagt. „Es bleibt also eine überschaubare Lücke von knapp 10000 Euro, die wir per Darlehen schließen müssten“, so Barg.

 Jetzt hofft man auf Spender und Sponsoren. Angesichts der abgeschlossenen Planung sollte man die Entscheidung nicht aufschieben, so Barg. Und auch Mitglied Friedhelm Krakowka appellierte an die Versammlung, die Baumaßnahme zügig anzugehen: „Das ist eine Chance für den Neuanfang, ansonsten können wir unseren Verein hier und heute beerdigen.“

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Ein Artikel von
Dirk Schneider

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