2 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Schulweg wird dicht gemacht

Wankendorf Schulweg wird dicht gemacht

Eine besondere Erziehungsmaßnahme für Eltern haben die Gemeindevertreter auf den Weg gebracht. Damit die Mütter und Väter mit ihren Autos die Grundschul- oder Kitakinder nicht mehr direkt bis vor den Eingang bringen können, wird der Schulweg in Wankendorf dicht gemacht.

Voriger Artikel
Waldstraße bis Dezember fertig
Nächster Artikel
Eisvogel fliegt Europarekord

In den Schulweg werden vor und hinter der Kita Barrieren eingebaut. Damit müssen Eltern zukünftig nach dem Bringen ihrer Schul- oder Kitakinder rückwärts aus der schmalen Straße zur Dorfstraße oder zur Steigkoppel gelangen.

Quelle: Sven Tietgen

Wankendorf. Absperrpfähle sowie Betonringe vor und hinter der Kita sollen dafür sorgen, dass die Fahrzeuge die schmale Zuwegung im Rückwärtsgang verlassen müssen. Mit dem einmütigen Beschluss endet eine mindestens 15 Jahre währende Phase von Appellen und Aufrufen. Die Gemeinde versuchte, die Eltern dazu zu bewegen, ihre Sprösslinge mit dem Auto nicht mehr direkt vor die Haustür zu bringen – bislang erfolglos. „Bei rund 150 Schulkindern plus Kita- und Krippenkinder war vor allem morgens immer Rushhour im Schulweg angesagt“, erzählte der Bauausschussvorsitzende Jürgen Kleinfeldt. So kam die Gemeinde auf die Idee mit den Absperrungen und holte dazu die Meinung der Anwohner ein. In einer Versammlung im vergangenen Monat gaben die Anlieger des Schulwegs grünes Licht für das Vorhaben.

 Zunächst ist eine halbjährige Probephase vorgesehen, in der die motorisierten Eltern Alternativen ausprobieren können. So gibt es eine Zufahrt zur Grundschule vom Kirchtor aus mit einem Buswendeplatz am Ende. Von dort führt auch ein rund 50 Meter langer Fußweg zur Kita. An ein „Weiter so“ trotz der Barrieren im Schulweg glaubt Kleinfeldt nicht, auch wenn seiner Ansicht nach die Leute so bequem geworden sind, dass sie am liebsten bis zum Klassenzimmer vorfahren würden. „Mit der neuen Regelung wird es aber ganz schnell Probleme geben, wenn man rückwärts wieder rausfahren will und von hinten die nächsten Eltern hineinfahren wollen.“

 Die Absperrpfähle können im Notfall für Fahrzeuge von Rettungskräften und Feuerwehr umgelegt werden. Nur minimale Kosten sind mit dem Vorhaben für die Gemeinde verbunden. „Mit so einer kleinen Maßnahme hoffen wir auf einen großen Erfolg“, sagte Bürgermeisterin Silke Roßmann in der Sitzung am Dienstag. Ungleich mehr Geld müssen die Gemeinde und das Amt Bokhorst-Wankendorf für die Sanierung der Regen- und Schmutzwasserkanalisation in die Hand nehmen – die Rede ist von einem Millionenprojekt. Jetzt soll die Amtsverwaltung eine Prioritätenliste aufstellen, damit erste Gelder in den Haushalt 2017 eingeplant werden können.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3