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Paukenschlag in Preetz

Schusterfest Paukenschlag in Preetz

Es war ein rundum gelungenes Schusterfest in Preetz. Das Konzept „Zurück zu den Wurzeln“ kam hervorragend an, und auch die Premiere mit dem Seifenkistenrennen lockte Mengen von Zuschauern an die Piste. Beim Kinderfest auf dem Cathrinplatz waren nicht nur die KN-Racer begehrt.

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Für den musikalischen Auftakt sorgte der Fanfarenzug des Reiterhofs Gläserkoppel.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Mit einem Paukenschlag wurde das Fest eröffnet. Der Fanfarenzug des Reiterhofs Gläserkoppel zog durch die Kirchenstraße auf den Marktplatz und legte für den musikalischen Auftakt einen Stopp vor der Bühne ein. Anschließend ließ der Rassegeflügelzuchtverein 30 weiße Tauben in den Himmel aufsteigen. „Ein Zeichen des Friedens“, kommentierte Bürgermeister Björn Demmin.

Hier finden Sie Bilder vom Schusterfest 2016 in Preetz.

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Schon am Vorabend hatte die stimmungsvolle Lampionfahrt auf dem Kirchsee mit Mitgliedern des Segelclubs Preetz, des Drachenbootvereins Capybaras Schellhorn, der PTSV-Kanuabteilung, des Preetzer Ruderclubs und der Gemeinschaft der Wasserwanderer die Zuschauer begeistert. Der Abend klang mit Musik der Gruppe „Emma um acht“ aus.

Nach einem Jahr Pause war es die 39. Auflage des Stadtfestes, erklärte Demmin in seiner Begrüßungsansprache. „Es ist ein Anziehungspunkt weit über die Stadtgrenzen von Preetz hinaus.“ Er bedankte sich beim Verein Schusterstadt Preetz für die „mühevolle ehrenamtliche Organisation“, die viele Monate der Vorbereitung erfordert habe. „Das tolle Wetter heute ist eindeutig als Belohnung für diese Arbeit zu sehen“, meinte er mit einem Blick in den blauen Himmel. 

Für jeden Geschmack sei etwas dabei, so Demmin. „Es ist ein kleines, aber feines Schusterfest.“ Er freue sich auch auf das Rennen am Nachmittag, wenn die Seifenkisten die Bahnhofstraße „runterknacken“. Die Stadt habe extra ein Geschwindigkeitsmessgerät aufgestellt. Es müsse aber keiner Angst haben, dass er zu schnell unterwegs sei: „Keiner wird bestraft.“

Mancher knatterte tatsächlich mit einem rasanten Tempo die Strecke hinab. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 31,3 Stundenkilometern. Einige Piloten landeten in den Strohballen, weil sie nicht mehr rechtzeitig bremsen oder die Kurve kriegen konnten. Andere dagegen verhungerten auf der Strecke und bekamen von den Streckenposten der Jugendfeuerwehr oder den Zuschauern einen liebevollen Schubs, damit sie überhaupt die Ziellinie erreichten.

Ein Feuerwehrauto mit Blaulicht, ein Opti mit Segel oder ein Ruderboot sausten an den Zuschauern vorbei, die die Piloten lautstark anfeuerten. Besonders viel Sympathie erweckte das lahme Schweinchen, das immer wieder neuen Schwung benötigte. Dafür gewann die „Rennsau Wilma“ mit Pilotin Ida Baier (9) einen Sonderpreis als originellste Seifenkiste. Den ersten Platz belegte Alina Heer mit der Bestzeit von 36,82 Sekunden, gefolgt von Tom Meyer (37,91 Sekunden) und Lasse Petersen (38,83 Sekunden). Sie wurden mit einem Pokal, Kino- und Eisgutscheinen sowie Taschengeld belohnt. Alle Teilnehmer erhielten außerdem eine Medaille und eine Urkunde mit ihrer gemessenen Zeit.

Auch das Musikprogramm kam gut an – ob nun die schmissigen Klänge des Musikzugs Plön, die tolle Stimme von Anja Lindner, die mitreißenden Songs des Preetzer Duos Two Different Ways oder der rockige Abschluss mit den Bands No Tricks und Lake. Auch die Polizei meldete ein friedliches Fest. „Klein, aber fein“ – die Ankündigung von Bürgermeister Björn Demmin traf es auf den Punkt.

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