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Vergnügen für Jung und Alt

Schusterlauf in Preetz Vergnügen für Jung und Alt

Schon Tage zuvor hatte man vermehrt Läufer jeden Alters allein oder in Gruppen im Preetzer Wehrberggelände oder andernorts beobachten können, die für das Sportereignis trainierten: den Preetzer Schusterlauf. Und so war der Marktplatz am Sonntagvormittag auch beim 33. Mal rappelvoll.

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Fast 100 Mädchen und Jungen im Alter zwischen drei und sieben Jahren starteten in Preetz beim Bambinilauf über 666 Meter.

Quelle: Anne Gothsch

Preetz. Die mehr als 600 Läufer aus dem gesamten Kreis Plön, aber auch aus Kiel, Hamburg, Bremen oder von der Insel Sylt hatten natürlich Angehörige und Freunde zum Anfeuern mitgebracht.

 „Der Preetzer Schusterlauf hat nicht nur eine inzwischen 33-jährige Tradition, sondern längst auch Volksfest-Charakter, weil neben den drei Läufen ein buntes Programm mit Musik, Spielmöglichkeiten für die Kinder und Gastronomie von regionalen Anbietern offeriert werden“, sagte Hans Erich Jungnickel, der das Ereignis seit vielen Jahren auf eine sehr persönliche und humorvolle Weise moderiert. Familien gingen komplett an den Start, denn schon die Drei-bis Siebenjährigen konnten beim Bambini-Lauf über 666 Meter um eine Urkunde wetteifern.

 Ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene hatten die Wahl zwischen der Fünf-Kilometer- oder der Zehn-Meilen-Strecke, bei der 16,4 Kilometer zurückzulegen waren. Auch der Preetzer Bürgermeister Björn Demmin bereitete sich mit seinem Sohn Till auf den Fünf-Kilometer-Lauf vor. „Obwohl ich kaum Zeit zum Trainieren hatte. Mal sehen, wie das wird“, meinte er etwas skeptisch.

 Gut 200 Läufer wagten sich auf die längste Distanz, bei der erstmals auch 25 Staffeln ab zwei Sportler mit von der Partie waren. Für Bärbel Kusche (74) und ihren Partner Johann Schneider (79) aus Kiel gab es gar keine Frage, dass sie die längste Strecke in Angriff nehmen wollten. „Ich habe erst mit 58 Jahren mit dem Laufen begonnen, aber jetzt kann ich davon nicht mehr lassen. Es grenzt schon fast an eine Sucht“, sagt Bärbel Kusche schmunzelnd. Mindestens zum achten Mal sei sie beim Schusterlauf dabei und bestimmt ebenso oft beim Kiel-Lauf. „Das macht einfach so viel Freude und wenn wir von den Zuschauern angefeuert werden, setzt das zusätzliche Energien frei“, sagt sie strahlend. Ihrem Partner, der schon 16 Mal beim Hamburg-Marathon gestartet ist, geht es ähnlich. Beide wollen die Sportschuhe erst dann beiseite stellen, wenn ein solcher Lauf zur Qual würde.

 Bestens gelaunt ob des idealen Wetters waren auch das vierköpfige Organisationsteam und die mehr als 50 Helfer, die beim Auf- und Abbau mit anpacken, Strecken absichern, Getränke-Stationen einrichten und tausend andere Dinge erledigen.

 Seit Jahrzehnten gehören zu ihnen auch Christa und Joachim Uliczka, die Eltern des international erfolgreichen Läufers Steffen Uliczka, „der heute in Berlin beim Marathon mitläuft. Wir drücken ihm ganz doll die Daumen“, sagt die Mutter und füllt Wasser in die vorbereiteten Becher am Getränkestand bei Freudenholm in Schellhorn, die sie gleich den Zehn-Meilen-Läufern reichen wird.

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