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Freibad soll saniert werden

Schwentinental Freibad soll saniert werden

Das Badevergnügen im Freibad Schwentinental geht auch ohne Bürgerentscheid weiter. Mit einem Grundsatzbeschluss sprach sich die Mehrheit der Stadtvertreter am Mittwochabend überraschend für die Sanierung aus. Das Konzept stammt vom Stadtwerke-Geschäftsführer Jens Wiesemann.

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Das Freibad Schwentinental wird wohl auch in der kommenden Saison geöffnet. Erst im September sollen die Sanierungsarbeiten beginnen.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Wiesemann hatte sein Konzept kurzfristig auf der Sitzung vorgestellt. „Unsere Probebohrungen haben ergeben, dass die Konsistenz und die Qualität des Betons im Freibad noch gut ist“, klärte Wiesemann über die erst kürzlich abgeschlossenen Untersuchungen in den Wasserbecken auf. Demnach seien die vorhandenen Beckensohlen noch nutzbar und man könne sie ohne Probleme mit Edelstahl auskleiden. „Dadurch können wir alle Wasserflächen und die Standorte der Becken erhalten. Eine Nutzung als Sportbad wäre weiterhin möglich.“ Zudem soll die lange Wasserrutsche als Zugpferd für das konventionelle Freibad saniert werden.

Gebaut werden soll nur im Winter von 2018 bis 2020

Der Kostenfaktor insgesamt: etwa 2,9 Millionen Euro netto. „Wir empfehlen eine Durchführung in drei Bauabschnitten von September 2018 bis April 2020, jeweils in den Wintermonaten“, sagte Geschäftsführer Wiesemann. So könne das Bad im Sommer für die Besucher geöffnet bleiben. Die dann auf rund 3 Millionen Euro ansteigenden Kosten ließen sich über die Haushalte entsprechend verteilen.

Gerade erst hatte die Bürgerinitiative zum Erhalt und Sanierung des Freibades 2700 Unterschriften für eine Zukunft des Raisdorfer Freibades im Rathaus eingereicht. Mit dem Beschluss aus der Stadtvertretung könnte der geplante Bürgerentscheid hinfällig sein. „Das Konzept entspricht den Wünschen der Einwohner und der finanziellen Machbarkeit“, fasste es Norbert Scholtis (CDU) zusammen. Auch die SPD und die SWG lobten den Entwurf der Stadtwerke.

Lediglich die Vertreter der Grünen- und der WIR-Fraktion enthielten sich in der Stadtvertretung der Stimme, weil sie sich von dem neuen Sanierungskonzept überrumpelt fühlten. „Wir wollen ein attraktives Bad ohne finanzielle Risiken“, so Grünen-Fraktionssprecher Andreas Müller. Auf KN-Nachfrage informierte Bürgermeister Michael Stremlau, dass das Freibad in der kommenden Saison von Mai bis zum Baubeginn im September geöffnet werde. „Es ist auch in der vergangenen Saison ohne Probleme gelaufen.“

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