26 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Große Nachfrage

Schwentinental Große Nachfrage

Eigentlich hat die Kleiderkammer in Schwentinental-Klausdorf an diesem Mittwoch nach der Weihnachtspause noch gar nicht wieder geöffnet. Trotzdem sind Besucher da: Angesichts der Kälte suchen nun viele Flüchtlinge nach Winterkleidung. Das ehrenamtliche Team des DRK Klausdorf hilft gern.

Voriger Artikel
Kripo sucht Zeugen
Nächster Artikel
Amt prüft weitere Einrichtung

Die Damen der Kleiderkammer und ihre Besucher: Ziad Said Ojoli (von links), Eyüp Can Özbek, Nawzad Ramzan Ahmad, Helga Moosbrugger, Helga Soorholtz, Reinhild Pioch, Birgit Dieckmann und Gretel Mörchel.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Es gab Zeiten, da reichte eine Ausgabe im Monat aus, um den Bedarf zu decken. Seitdem immer mehr Asylsuchende in Schwentinental untergebracht sind, ist die Nachfrage jedoch enorm gestiegen. Die vier jungen Männer aus der Unterkunft Liesenhörnweg, denen ihre Betreuerin Heidrun Clausen eigentlich nur die Örtlichkeit zeigen will, sind kurz vor Weihnachten angekommen und haben fast alle nur dünne Jacken. Beim Rundgang stöbern sie deshalb gleich in den warmen Sachen. Jacken, Hemden oder Westen sind ordentlich sortiert und mit Kleiderbügeln an Stangen aufgehängt. Dazu kommen Kisten und Koffer mit neuen Spenden, die noch sortiert werden müssen.

 Jeder Winkel in den beiden Räumen ist ausgenutzt. Das Schuhregal hat seinen Platz in der Ecke des Ganges gefunden. Weil der Raum begrenzt ist, will die Stadt nun auch im Ortsteil Raisdorf eine Ausgabe als Zweigstelle einrichten. Ein Ort ist bereits gefunden, der Eröffnungstermin steht aber noch nicht fest. Ein Vorteil wäre auch, dass die in Raisdorf untergebrachten Flüchtlinge dann einen kürzeren Weg hätten. Das sechsköpfige Team ist dankbar für die Spendenwilligkeit der Mitbürger. Ein Problem sei nur, dass Angebot und Bedarf nicht immer zusammenpassen. Ein junger Mann probiert eine Winterjacke an und versinkt fast darin. „Es ist eine Sünde mit den ganzen guten Jacken – sie sind alle zu groß“, seufzt Helga Moosbrugger. Die jungen Leute aus Syrien, Eritrea oder dem Irak sind einfach kleiner als der Durchschnittsdeutsche. Zudem stammen die Spenden eher von älteren Menschen, was nicht immer den Geschmack der Jungen trifft. Winterkleidung ist für die Flüchtlinge aus dem Süden ohnehin ungewohnt. „Jetzt, wo es eiskalt ist, sind die warmen Jacken aber doch stärker gefragt“, so die Ortsvereinsvorsitzende Birgit Dieckmann. Auch am Schuhregal wird nun vermehrt nach Winterstiefeln gesucht – in kleineren Größen.

 Neben den beiden Kleiderräumen belegt das DRK noch zwei weitere im Untergeschoss des Hauses, das inzwischen den Stadtwerken Schwentinental gehört. Einer wird für den eigenen Bedarf gebraucht – Thermoskannen und andere Utensilien für die Bewirtung nach den Blutspenden und bei Kaffeetafeln etwa.

 Im anderen wird für den jährlichen Flohmarkt im Rahmen des Basars des Roten Kreuzes gesammelt, was noch einen Liebhaber finden könnte. Die Besucher dürfen gerne einen Blick hinein werfen, denn manchen fehlt es noch an Ausstattung für den Haushalt. „Besonders gefragt sind große Töpfe, Bratpfannen und Wasserkocher. Die sind immer schnell weg“, weiß Moosbrugger.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3