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Kinder wurden offenbar bedrängt

Raisdorfer Freibad Kinder wurden offenbar bedrängt

Zu einem unangenehmen Vorfall kam es offenbar am vergangenen Freitag im Raisdorfer Freibad. Eine Gruppe von sechs Jugendlichen soll ein zwölf Jahre altes Mädchen sowie deren Freundinnen (13 und 14 Jahre) bedrängt und ihren Freund (12) zum Wasserpfeiferauchen gezwungen haben.

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Vier Jugendlichen wurden am vergangenen Freitag im Raisdorfer Freibad offenbar gezwungen, Wasserpfeife zu rauchen.

Quelle: Uwe Paesler

Schwentinental. Mit „zitternder Stimme“ hätte ihr zwölfjähriger Sohn sie am Abend von seinem Handy aus angerufen, erzählt eine Mutter. Zusammen mit drei Freundinnen und einem Freund hatte er sich am Freitagnachmittag zum Baden im Raisdorfer Freibad getroffen. Dort seien die Mädchen von sechs männlichen Jugendlichen in gebrochenem Deutsch angesprochen und nach ihrer Telefonnummer gefragt worden. Als sie diese nicht rausrücken wollten, seien die Mädchen eingekreist und so sehr bedrängt worden, dass die Jungs sich schützend davor stellten. Daraufhin, so die Mutter, hätten die Jugendlichen ihrem Sohn den Schlauch von einer Shisha in den Mund gesteckt und mit Schlägen gedroht. Die Kinder hätten „totale Angst“ gehabt und seien hilfesuchend zum Personal im Kassenbereich gelaufen. Dort, so der Vorwurf der Eltern, hätte man die Situation nicht richtig eingeschätzt und unzureichend gehandelt. „Sie haben die Täter einfach gehen lassen und nicht mal Hausverbot erteilt."

Auch die Mutter einer der Freundinnen ist schockiert über den Vorfall. Ihre Tochter habe „bitterlich geweint“, sagt sie. Sie fordert schnelles Handeln von den Mitarbeitern des Freibads. „Es geht gar nicht, dass im öffentlichen Freibad Wasserpfeife geraucht wird und unsere Kinder bedrängt werden. Da können wir sie ja überhaupt nicht mehr hingehen lassen.“ Schwimmmeister Jürgen Todt ist auf Nachfrage unserer Zeitung zunächst überrascht: „Von einer Shisha wissen wir gar nichts.“ Grundsätzlich gebe es im Freibad kein Rauchverbot, auch nicht für Wasserpfeifen, sofern die Jugendlichen über 18 Jahre alt sind. Auch hätten die Kinder dem diensthabenden Personal den Ernst der Lage nicht ausreichend geschildert. „Sonst hätte mein Kollege entsprechend reagiert“, so Todt.

Etwas schärfer beurteilt Schwentinentals Bürgermeister Michael Stremlau die Situation: „Im Freibad wird gebadet und sich anständig betragen.“ Auch das Rauchen einer Wasserpfeife hält er für untragbar. „Ob das mit 18 Jahren legal oder nicht legal ist, im Freibad brauchen wir das nicht.“ Er wolle den Vorfall zum Anlass nehmen, mit der Stadtwerke Schwentinental als Freibad-Betreiber in ein engeres Gespräch zu gehen und entsprechende Regelungen in die Badeordnung aufzunehmen. Zudem soll die Identifikation der Jugendlichen geklärt werden, die für den Vorfall verantwortlich sind. „Wenn wir die zu fassen kriegen, bekommen sie ein Hausverbot“, so Stremlau.

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