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Minister Meyer begutachtete B 76

Schwentinental Minister Meyer begutachtete B 76

„Der derzeitige Bauabschnitt verläuft nach Plan“ – der Ortstermin an der B76 in Schwentinental war für Verkehrsminister Reinhard Meyer und für Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebs Straßenbau (LBV), einer von den erfreulichen.

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Horst Egerland (Mitte) von der Firma Falko Steinberg erklärt Minister Reinhard Meyer (links) und Torsten Conradt, Leiter des Landesbetriebs Verkehr, die Details der flexiblen Verkehrssicherung.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Das Besondere an dieser Baustelle: das flexible Verkehrssicherungssystem, das Pendler morgens zweispurig nach Kiel hinein und nachmittags zweispurig wieder nach Hause strömen lässt, obwohl insgesamt nur drei Spuren zur Verfügung stehen. Es ist das erste Mal, dass dieses System in Schleswig-Holstein angewandt wird.

 „Ich bekomme sehr positive Rückmeldungen. Es hat sich bewährt“, so der Minister, der sich die Details dieser Anordnung gestern erstmals selbst ansah. Nach diesen guten Erfahrungen könne man die Methode zukünftig bei ähnlich vielbefahrenen Strecken nutzen, um den Verkehr trotz der Straßensanierung im Fluss zu halten. Dieser Service kostet allerdings auch Geld: Gut eine Million Euro der Baukosten entfallen auf die bewegliche Verkehrssicherung. Auf der B 76 fahren rund 46000 Fahrzeuge am Tag.

 Und so funktioniert das System im Detail: Jeweils morgens um 4 und um 11 Uhr wird die nur zwei Meter breite Mittelspur „umgestellt“ – die entsprechende Planke wird mithilfe zweier Hubwagen und einer Seilwinde bewegt. An der Einfahrt zur Spur ändert sich die elektronische Anzeigetafel, die Absperrung wird entfernt. Entwickelt hat dies Horst Egerland von der Verkehrssicherungsfirma Falko Steinberg.

 In der Regel verhielten sich die Autofahrer vernünftig und rücksichtsvoll, berichten die Verantwortlichen vor Ort. Die Strecke wird kameraüberwacht. Erst vergangene Woche versuchten sich allerdings gleich drei Mähdrescher mit Überbreite auf der zurzeit nur 3,25 breiten Außenspur und blieben stecken. Damit dies nicht erneut vorkommt, soll auf die Breite noch einmal hingewiesen werden.

 Seit zwei Wochen nutzen die Autofahrer bereits die neue Fahrspur. Die Sanierung des Streifens in Richtung Kiel hat begonnen, der gesamte alte Belag muss dafür entfernt werden.

 Vor Ort ist auch der Kampfmittelräumdienst, der zwei Verdachtsfällen nachgeht. Nach der Luftbilderauswertung könnten auf der Strecke zwei alte Bomben liegen, möglicherweise seien diese aber auch früher schon entfernt worden, ohne dass dies dokumentiert wurde, so Matthias Paraknewitz vom LBV.

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