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Musik und Sport auch nach der Schule

Schwentinental Musik und Sport auch nach der Schule

Erst musste der Start der offenen Ganztagsschule (OGTS) am Schulzentrum in Schwentinental-Raisdorf um ein Jahr verschoben werden. Dann gab es eine heiße Gebührendiskussion. Seit einem halben Jahr läuft nun das neue Modell der Schulkinderbetreuung.

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Bastelstunde: Den Erstklässlerinnen Lena (von links), Nele, Nathalie und Jonna gefällt es in der OGTS in Schwentinental-Raisdorf.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Einrichtungsleiterin Steffi Reichenbach zieht eine positive Bilanz.

Träger der OGTS ist das DRK Raisdorf. Bis zum vergangenen Sommer war das aus der DRK-Kita erwachsene Schülerhaus ein Hort. 118 Kinder waren für das erste Halbjahr angemeldet – weniger als ursprünglich erhofft. Reichenbach vermutet die Ursache in den Gebühren, denn für einige Eltern wurde es nach der Umstellung von Hort auf OGTS deutlich teurer. Dazu kamen neun Kinder, die lediglich mit Mittag essen. Das Angebot gilt für Erst- bis Siebtklässler. Der Großteil der Nutzer kommt allerdings aus der Grundschule, 18 besuchen die Gemeinschaftsschule nebenan.

Zum Start der neuen Betreuungsform hatte das DRK ein umfangreiches AG-Angebot erstellt. „Wir hatten eine Pinnwand, auf der die Kinder wöchentlich eintragen konnten, wo sie teilnehmen wollen“, berichtet Reichenbach. Nach diesem Einstieg in das System sollen sie sich nun langsam an mehr Verbindlichkeit gewöhnen und sich je nach Kurs bis zu den Oster- oder Sommerferien festlegen. Musik, Sport, Naturerlebnisse, Kreativität und sogar der Umgang mit Hunden stehen im zweiten Halbjahr auf dem Programm, täglich zwei bis vier unterschiedliche AGs. Nach den Erfahrungen im ersten Halbjahr wurde das Angebot etwas verschlankt und an den Bedarf angepasst: „Wir haben hier einen funktionierenden Sportverein, der sehr viel anbietet“, sagt Reichenbach. Viele Kinder gehen nachmittags aus der OGTS selbstständig direkt dort hin – „dafür ist der Standort sehr günstig“. Denn die Turnhallen liegen praktisch nebenan. Aus der Dorfstraße, wo der Hort früher lag, hätten noch mehr Eltern ihren Nachwuchs abgeholt und zum Sport gefahren. Andere reiten nachmittags, spielen Tennis oder besuchen die Musikschule. Während die einen Kinder sich nun auch auf das AG-Angebot stürzen und sich auf ihren Lieblingskurs freuen, würden andere die Zeit in der Einrichtung gerne nutzen, um einfach miteinander zu spielen, hat die Leiterin festgestellt: „Das ist auch ganz wichtig.“ Herz der OGTS ist die Mensa, in der in zwei Schichten gegessen wird: zuerst die Erst- bis Drittklässler, dann die Älteren. Für die Hausaufgaben werden die Klassenräume in den Schulen genutzt. Das Betreuerteam wird hier unterstützt von ehrenamtlichen Lehrerinnen, die einspringen „wenn es brennt“, wie Reichenbach sagt. Damit bei den mehr als 100 Kindern auf dem weiträumigen Gelände, auf dem neben Klassenräumen auch der Pavillon der früheren Schwentineschule genutzt wird, keins verloren geht, sitzt am Mensa-Eingang ein Mitarbeiter mit Listen, der den Überblick hat – wer wo in welcher AG ist oder beim Hausaufgaben machen, wer zum Sport muss, und wer gleich abgeholt wird.

Zum OGTS-Start hat die Einrichtung ihre Kooperation mit den beiden Schulen intensiviert: So kommt die Verbindungslehrerin der Grundschule wöchentlich zu den Dienstbesprechungen des Teams, die der Gemeinschaftsschule einmal monatlich. „Die Zusammenarbeit klappt sehr gut“, sagt Reichenbach.

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