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Polizei fordert Kameras vor Großdisko

Schwentinental Polizei fordert Kameras vor Großdisko

Das Atrium im Ostseepark ist die größte Diskothek Norddeutschlands und gleichzeitig größte Sorge der Polizei in Schwentinental. Immer häufiger muss sie dorthin ausrücken. Nun fordert sie Video-Überwachung auf dem Vorplatz.

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Holger Muhs von der Polizei in Schwentinental fordert Videoüberwachung vor der Großraum-Disco Atrium.

Quelle: Merle Schaack

Schwentinental. Shuttle-Busse, Motto-Partys und keine Sperrstunde, Eilass auch für 16-Jährige: Der Betreiber des Atriums setzt auf Masse. Doch die wird vor allem außerhalb des Gebäudes immer mehr zum Problem. Nicht nur, dass die Polizei die Spur der heimwandernden Jugendlichen anhand von verbogenen Straßenschildern, ausgerissenen Straßenleitpfosten oder verstreuten Einkaufswagen am nächsten Morgen meist gut verfolgen kann. Besonders kritisch geht es direkt vor der Disko zu. Auf der Dieselstraße und dem angrenzenden Parkplatz drängt sich zu den Öffnungszeiten des Atriums das Partyvolk. „Das ist eine Masse, in der sich manche offenbar wie in einem rechtsfreien Raum fühlen“, sagt Holger Muhs, der stellvertretende Leiter Polizeistation Schwentinental.

In diesem Jahr wurden schon 95 Einsätze gefahren

„Hilflose Personen, Streitigkeiten, Falschgeld, sexuelle Belästigung, Beleidigung, Körperverletzung, Diebstahl, Raub, Betrug, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz“, liest er von seiner Einsatzliste vor. Im vergangenen Jahr wurden die Beamten 87 Mal zum Atrium gerufen, in diesem Jahr sind sie schon 95 Einsätze gefahren. Weil die eigenen Kameras des Atriums nur den direkten Eingangsbereich abdecken, fordert die Polizei, dass die Stadt an der Gebäudefront Kameras installiert. Sie könnten das Geschehen in beiden Richtungen der Dieselstraße und auf dem Parkplatz aufzeichnen Neben einer höheren Aufklärungsquote erhofft sich die Polizei auch einen Abschreckungseffekt. „Wenn Kameras installiert werden, sollte das auch auf großen Schildern öffentlich gemacht werden“, sagt Muhs. „Dann weiß jeder, dass er dort nicht tun und lassen kann, was er will.“ Die Stadt will das Thema am Donnerstag in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr, öffentliche Sicherheit und Kleingartenwesen aufgreifen.

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