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Stadtwerke trennen sich von Bernd Meier

Schwentinental Stadtwerke trennen sich von Bernd Meier

Bernd Meier ist nicht mehr Geschäftsführer der Stadtwerke Schwentinental. Dies teilten der Aufsichtsratsvorsitzende Norbert Scholtis und Bürgermeister Michael Stremlau mit. Ursache für die Trennung seien unterschiedliche Auffassungen zur zukünftigen strategischen Ausrichtung.

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Hier herrschte noch Einigkeit: Diese Aufnahme entstand im Sommer vergangenen Jahres, als Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Scholtis (von links), Geschäftsführer Bernd Meier und Bürgermeister Michael Stremlau gemeinsam den Stadtwerken eine positive Prognose für die Geschäftszahlen gaben.

Quelle: Seliger

Schwentinental. Meier war 2009 als Nachfolger von Kurt Voelzke ausgewählt worden. Damals waren aus den ehemaligen Gemeindewerken Raisdorf gerade erst die Stadtwerke Schwentinental (SWS) geworden. In seine Zeit fällt die Expansion des Energieversorgers über das frühere Gebiet von Raisdorf hinaus auf die gesamte neue Stadt Schwentinental. Den SWS, zu 100 Prozent in Hand der Kommune, gehören inzwischen das gesamte Strom- und Gasnetz sowie die Raisdorfer Wasserleitungen. Die Übernahme der Klausdorfer Wasserleitungen war zwar politisch gewollt, scheiterte aber bisher am Preis. Seit 2011 hat das Unternehmen seinen Hauptsitz in der früheren Klausdorfer Gemeindeverwaltung (Bürgerhaus).

 „Die Stadtwerke Schwentinental sind weiterhin voll funktionsfähig“, betonte Scholtis. Wie zu Urlaubszeiten liege der tägliche Ablauf in den Händen von Betriebsleiter Rainer Pöhlmann. Es werde nun ein Interimsgeschäftsführer gesucht. Die Neubesetzung der Position werden man mit Ruhe angehen.

 Die offizielle Erklärung zu Meiers Abschied ist kurz: „Herr Bernd Meier beendet seine Tätigkeit für die Stadtwerke Schwentinental GmbH wegen unterschiedlicher Auffassungen zur zukünftigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens zum 31. 10. 2015. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Meier für seine Tätigkeit zum Wohle der Gesellschaft und wünscht ihm für seine persönliche und berufliche Zukunft alles Gute.“ Darüber hinaus wurde auf Nachfrage lediglich bestätigt, dass der Aufsichtsrat den Geschäftsführer am 12. Oktober abberufen und freigestellt hat. Laut Gesellschaftsvertrag ist der Aufsichtsrat für diese Personalie zuständig. Das Gremium wird von der Stadtvertretung gewählt, dazu gehören aktuell neben dem Vorsitzenden Scholtis auch Volker Sindt (SPD) und Gerd Dieckmann (SWG) sowie der Bürgermeister kraft seines Amtes.

 In den vergangenen Jahren waren die Stadtwerke immer wieder in der politischen Diskussion. Unter anderem konnten sich die Stadtvertreter mit der früheren Bürgermeisterin Susanne Leyk nicht auf die Besetzung der Gesellschafterversammlung einigen. Zudem litt das Unternehmen wirtschaftlich unter Altlasten aus unvorteilhaften langfristigen Stromlieferverträgen, die noch Meiers Vorgänger Voelzke abgeschlossen hatte. Für den Jahresabschluss 2014 konnte man allerdings wieder einen Gewinn vermelden. Die Stadtvertreter Andreas Müller (Grüne) und Joachim Harting (WIR), die sich in diesen Diskussionen oft kritisch zu Wort meldeten, äußerten sich auf Nachfrage überrascht und irritiert über Meiers Ausscheiden: Er habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Verluste kompensiert werden konnten und auch mit seinen sozialen und kulturellen Aktivitäten einen Beitrag zum Wohle der Stadt geleistet. Müller und Harting kritisieren, dass der neue Gesellschaftsvertrag praktisch keine Einsichtsmöglichkeiten der Stadtvertreter in die internen Vorgänge der SWS mehr zulasse.

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