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Polizeistation hat neuen Leiter

Schwentinental Polizeistation hat neuen Leiter

Bei der Polizei in Schwentinental hat ein Wechsel an der Spitze stattgefunden: Der langjährige Leiter, Gerhard Kiekbusch, ist in den Ruhestand gegangen, sein Nachfolger Arnim Wiens ist bereits vor Ort.

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Übergabe bei der Polizei Schwentinental: Gerhard Kiekbusch (links) geht als Stationsleiter in den Ruhestand, sein Nachfolger ist Arnim Wiens.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Dieser nahtlose Übergang freute sowohl den Plöner Revierleiter Michael Martins als auch Schwentinentals Bürgermeister Michael Stremlau: „Wir fühlen uns weiter gut beschützt“, sagte er gestern bei der offiziellen Übergabe.

 Martins lobte den ausgeschiedenen Stationsleiter als „Urgestein im Kreis Plön“, geschätzt sowohl wegen seiner fachlichen Kompetenz als auch wegen seiner Zuverlässigkeit und seiner Menschlichkeit. Kiekbusch war rund 35 Jahre im Kreis eingesetzt. Bevor er 1994 nach Raisdorf kam, war er bereits in Preetz und Plön tätig gewesen.

 Kiekbusch selbst lobte sein ehemaliges Team: Die harmonische Zusammenarbeit habe auch in schwierigen Zeiten geholfen. Bis heute sind dem 60-Jährigen der „Vogelmord im Schwentinepark“ vor rund 15 Jahren und der darauffolgende Gerichtsprozess in Erinnerung. Damals hatten Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen mit Motorsägen im Wildpark Vögel massakriert. „Die Verteidigung hat alles getan, um die Jungs rauszureißen“, so Kiekbusch, dabei wäre denen mit einem Geständnis viel eher zu helfen gewesen. Jedes Detail sei vor Gericht angezweifelt worden. Dies sei auch sehr lehrreich gewesen für die weitere Arbeit.

 Die Zeit in Schwentinental war aber nicht nur aus polizeilicher Sicht bewegt: Kiekbusch hat auch die Zusammenlegung der Gemeinden Klausdorf und Raisdorf sowie die Schließung der Klausdorfer Dienststelle miterlebt. Und häufiger als erwartet wurde er von den Kommunalpolitikern angesprochen: „Das war für mich neu“, sagte er. Vor Ort bekannt war er aber auch durch seine humorvollen Kolumnen im Stadtmagazin. Nun will er sich vor allem den Opapflichten (drei Enkel) widmen.

 Der 56-jährige Nachfolger Arnim Wiens ist im Kreis Plön ein „alter Bekannter“: Unter anderem war er beim Zivilstreifenkommando und Leiter der früheren Plöner Leitstelle. Zuletzt war er in der Regionalleitstelle in Kiel eingesetzt. Die Schwentinentaler Station kennt er bereits aus einer Zeit als Vertreter für Kiekbusch. „Ich übernehme eine wunderbar funktionierende Dienstelle“, sagte er. Seit Mai arbeitet er sich ein, ab 1. Juli ist er offiziell als Stationsleiter im Amt.

 Der Wechsel in Schwentinental trifft zusammen mit der Veränderung der polizeilichen Strukturen in der Region. So ist Schwentinental nicht mehr „Zentralstation“, sondern als „Station“ dem neuen Plöner Revier nachgeordnet. Während eine Reihe von kleinen Dienststellen geschlossen wurden, darf sich Schwentinental sogar auf Personalzuwachs freuen. Bevor die zukünftig 16 Stellen alle besetzt werden, muss aber erst die räumliche Frage geklärt werden, denn das aktuelle Domizil in der Lise-Meitner-Straße ist dafür zu klein. „Wir planen noch“, so Martins. Eine Option sei die Erweiterung des aktuellen Standortes, eine andere ein ganz anderes Gebäude.

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