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Schwergewicht für neuen Übungsplatz

Kreisfeuerwehrzentrale Schwergewicht für neuen Übungsplatz

In genau zwei Wochen wird die neue Kreisfeuerwehrzentrale in Preetz eingeweiht, und die sieben Mitarbeiter der Einrichtung haben noch alle Hände voll zu tun, den Umzug aus Plön zu organisieren. Am Freitag wurde ein 13 Tonnen schwerer Kesselwaggon geliefert.

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Zentimeter für Zentimeter schwebt der Kesselwaggon von dem Tieflader auf den Schienenstrang auf dem Übungsplatz der neuen Kreisfeuerwehrzentrale in Preetz.

Quelle: Dirk Schneider

Preetz. Diese Aktion auf dem 30 Meter langen Schienenstrang des Übungsplatzes entwickelte sich zu zwei anstrengenden Stunden für die Kranführer des Technischen Hilfswerks der Ortsverbände Pinneberg und Hamburg-Altona. Denn aufgrund zweier Fehlversuche dauerte es etwas länger als erwartet, den Kesselwagen von einem Tieflader auf die Gleise zu heben. „Wir sind an der Belastungsgrenze und haben den Abstand zwischen Kranfahrzeug und Anhänger geringfügig zu groß gewählt“, erklärte Kranführer Christoph Friedrich. Nachdem ein Kranwagen dann um gerade einmal 20 Zentimeter versetzt wurde, funktionierte der Lufttransport sehr zügig. Binnen zwei Minuten stand der Eisenbahnwagen auf den Schienen.

 Der voll funktionsfähige Transportanhänger für Flüssigkeiten stehe künftig gleich für mehrere Übungsszenarien zur Verfügung, erläuterte der Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbands, Svante Lamprecht. Neben Unfällen mit gefährlichen Flüssigkeiten und Betriebsstoffen könnten auch Zugunglücke und Rettungseinsätze an einem Gleisbett simuliert werden. Darüber hinaus werde in den kommenden Wochen noch eine Schrankenanlage installiert, sodass man an einem Bahnübergang auch Verkehrsunfälle zwischen Auto und Zug nachstellen könne. Um diese von der Bahn ausgemusterte und eigentlich zur Verschrottung vorgesehenen Schranken auch öffnen und schließen zu können, entwickle eine Klasse des Berufsbildungszentrums gerade die Steuerungstechnik. Mit der benachbarten Außenstelle der Kreisberufsschule arbeite man auch in anderen Bereichen eng zusammen, erläuterte der stellvertretende Kreiswehrführer Olaf Meier-Lürsdorf.

 Ebenfalls bereits eingerichtet und funktionsfähig sei der käfigartige Parcours für Atemschutzgeräteträger, der in den vergangenen Wochen in Plön ab- und in Preetz aufgebaut worden ist. Gleiches gelte für den Raum, in dem die Fitnessprüfungen abgenommen würden, so Meier-Lürsdorf. Und auch die neue Schlauchpflegerei, in der alle Arbeiten künftig horizontal statt vertikal ausgeführt würden, sei bereits eingebaut. Der große Unterschied: Die nassen und schmutzigen Löschwasserschläuche werden künftig in einem Arbeitsgang gewaschen und mit Pressluft auf Dichtigkeit geprüft, getrocknet und aufgerollt. „Die Maschine schafft bis zu 25 Schläuche pro Stunde, das Aufhängen im Turm entfällt“, so Meier-Lürsdorf.

 Auf dem Übungsgelände „wartet“ bereits die riesige Betonplatte auf die Brandcontainer. Eine spezielle Straße ermöglicht eine vielfältige Stationsausbildung mit Löschangriffen und technischen Hilfeleistungen von der Höhen- bis zur Tiefenrettung aus einem engen Schacht. Die Schulungsräumewürden quasi im laufenden Betrieb von heute auf morgen eingeräumt, sagt Meier-Lürsdorf. Am 1. Oktober werde die 6,75 Millionen Euro teure Kreisfeuerwehrzentrale mit einem Tag der offenen Tür vorgestellt.

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