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Orth: Neubau Aufgabe des Kreises

Schwimmhalle Orth: Neubau Aufgabe des Kreises

Kurz vor dem Bürgerentscheid zum Erhalt der Schwimmhalle Laboe und kurz nach der Vorstellung der „Entscheidungshilfe“ der Ämter Probstei und Schrevenborn für eine Versorgung der Region blüht die Diskussion. Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth plädiert für eine Kreis-Lösung.

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Plädiert für eine Kreis-Lösung statt eines Zweckverbandes: Der Heikendorfer Bürgermeister Alexander Orth.

Quelle: Andrea Seliger

Laboe/Heikendorf. Wie berichtet, hatte der Probsteier Amtsdirektor Sönke Körber nach der Bürgermeisterrunde erklärt, wenn zumindest die großen Gemeinden einen Grundsatzbeschluss fassen würden, könnten die Verwaltungen einen Zweckverband als Träger einer Schwimmhalle vorbereiten. „Das Signal der großen Gemeinden war nicht zu erkennen“, hatte der Probsteier Amtsvorsteher Wolf Mönkemeier bedauert. Es gehe nicht um Laboe, sondern um eine Schwimmhallenversorgung für die Region, hatte der Schrevenborner Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp betont. Es werde Jahre dauern, für einen Ersatz zu sorgen.

„Wir brauchen in der Region ein kommunales Bad"

„Das ist eine typische Kreis-Aufgabe“, meint der Heikendorfer Bürgermeister Alexander Orth. Wenn einzelne Gemeinden die Versorgung der Bürger in bestimmten Bereichen nicht leisten könnten, sei das Sache des Kreises, der ja auch Gymnasien und Rettungswachen unterhalte. „Es macht Sinn, dass der Kreis sich verbindlich dauerhaft beteiligt“, sagt Orth. Das müsse nicht bedeuten, dass der Kreis auch Träger ist. Dafür sei kein Zweckverband erforderlich, nur ein Kreistagsbeschluss. Den Bau sollte nach Ansicht Orths auch das Land fördern. Orth wies darauf hin, dass der Kreis Plön mit Schwimm-Angeboten im Bundesvergleich deutlich unterversorgt ist. Wie seine Kollegen in der Runde der Ämter hält auch Ort eine Schwimmhalle in der Region für notwendig: „Wir müssen sehen, dass wir in der Region ein kommunales Bad haben.“ Wo das steht, sei zweitrangig.

Die SPD Laboe betonte, dass sie sich nach der „Entscheidungshilfe“ der Ämter wünscht, „dass bis Weihnachten alle Gemeinden die umfangreichen Unterlagen auswerten, um eine Entscheidung für einen Zweckverband zu treffen.“ Der Förderverein Hallenbad Laboe betonte, er habe bereits 2016 ein Zweckverbandskonzept vorgestellt. „Wir erwarten jetzt endlich konkrete Schritte“, erklärte der Vorstand. Der Förderverein sieht einen Zweckverband als „Impuls für die Entwicklung“ der gesamten Region und den Schwimmstandort Laboe als „erste Wahl“ an. Jürgen Papendorf, der wie berichtet in zwei Instanzen vergeblich versuchte, den Bürgerentscheid am 24. September für unzulässig zu erklären, betont, auch er und sein Mitstreiter wollen eine Schwimmhalle, aber sie wollen nicht mehr im jetzigen Umfang dafür bezahlen.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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