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Seewiesen-Planung geht weiter

Plön/Rathjensdorf Seewiesen-Planung geht weiter

Die Planungen für das interkommunale Wohngebiet Trammer See Plön/Rathjensdorf (ehemals Seewiesen) werden fortgesetzt. Nachdem die Rathjensdorfer Gemeindevertretung am Montag eine F-Plan-Änderung beschloss, stimmte am Mittwoch auch der Plöner Stadtentwicklungsausschuss dafür.

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Wohnbaugebiet Trammer See Plön/Rathjensdorf: Der Stadtentwicklungsausschuss hat beschlossen, den F-Plan für die veränderte Bauleitplanung neu aufzustellen, sodass auf der grünen Wiese statt Getreide eine Siedlung wachsen könnte.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Die heftig umstrittene Entscheidung fiel allerdings erst nach einer intensiven Diskussion, in die sich auch Bürgervorsteher Dirk Krüger und Bürgermeister Jens Paustian zugunsten eines symbolischen „Neustarts des Projekts“ eingeschaltet hatten.

 Die Mehrheit sicherten sich die drei CDU-Vertreter durch einen Kompromissvorschlag, den sie in einer Beratungspause mit den beiden FWG-Ausschussmitgliedern abgesprochen hatten. SPD – ein Mitglied fehlte – und Grüne lehnten die Änderungsvorschläge mit drei Stimmen ab. Die FWG-Vertreter hatten darauf gedrungen, eine Lärmschutzlinie als Baugrenze einzutragen. Diese Beschränkung sei zwar unüblich und ungewöhnlich, aber nicht unzulässig, stellten Städteplaner Guntram Blank und Bauamtsleiterin Jutta Kricheldorff fest. Denn eigentlich beginne mit der Aufstellung eines Flächennutzungsplans ein ergebnisoffenes Verfahren. Angesichts der Tatsache, dass der Planungsverband bereits seit neun Jahren und zehn Monaten einen Bebauungsplan entwickle, sei diese Voraussetzung jedoch kaum noch gegeben, argumentierten CDU und FWG. Auch Rathjensdorfs Bürgermeister Uwe Koch nutzte die Gelegenheit für das gemeinsame Neubaugebiet zu werben. „Nach einer Schlafphase waren wir seit 2013 wieder auf einem guten Weg. Ich sehe keine Gründe, warum die Stadt Plön sich plötzlich um 180 Grad dreht.“ Ein derart unberechenbares Verhalten könnte künftig das Verhältnis zu den Umlandgemeinden belasten, sagte Koch.

 Der Ausschussvorsitzende Bernd Möller (SPD) hielt dagegen: „In den vergangenen zehn Jahren hat sich unwahrscheinlich viel verändert und das fließt in die Entscheidung mit ein.“ 2006 hätten Plön und die Umlandgemeinden noch 450 Wohneinheiten ausweisen können, mittlerweile habe die Landesplanung diese Zahl drastisch auf 130 reduziert. Zudem fordere die Behörde, einer innerstädtischen Verdichtung den Vorrang vor Neubaugebieten auf der grünen Wiese geben, betonte Ursula Soltau (SPD). „Eine Verjüngung der Innenstadt ist eine gesunde Entwicklung, und Plön hat viel Potenzial im Bestand.“ Bernd Möller warnte angesichts niedriger Zinsen vor einer entstehenden Immobilienblase, die es durch eine konstruktive städteplanerische Weiterentwicklung zu verhindern gelte. „Wir sehen doch heute schon die Probleme, die durch das Ausbluten der Ortskerne entstehen.“

 Jan Zender (CDU) bemängelte, dass die Analyse nur theoretische Bauplätze aufzeige und Bürgermeister Jens Paustian verdeutlichte: „Das ist die letzte Chance, ein Baugebiet auszuweisen. Konkret haben wir nichts mehr.“

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