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Hafen in den See gebaut

Plöner Segelclub Hafen in den See gebaut

Das offizielle Ansegeln am Großen Plöner See erfolgt zwar erst am 15. Mai. Doch die Wassersportler des Segelclubs von Plön (SCvP) haben die Saison bereits am vergangenen Wochenende eingeläutet. Nach der Winterpause bauten rund 20 Vereinsmitglieder die Hafenanlage wieder auf.

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Modellbaukasten in Groß: Die Holzpaletten und Stahlrohre werden nach einem genauen Bauplan Stück für Stück zu einer Steganlage zusammengefügt.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Kernstück des Arbeitsdienstes ist dabei die Montage des rund 150 Meter langen Stegsystems und die Einrichtung der rund 60 Bootsliegeplätze. Die Aufgaben sind schnell verteilt. „Jannik und Lars, ihr habt ja schon die Wathosen an und arbeitet hier vorne im seichten Wasser. Christian und Dirk bilden die Bootscrew“, teilen die Vereinsvorsitzenden Fritz-Volker Fredrich und Klaus Peter Kock die beiden Teams für die nassen Jobs ein. Dazu gehören das Ausbringen der Jochbeine und Pfosten für das Grundgerüst der Anlage.

 „Unter Wasser befindet sich quasi eine spiegelverkehrte Konstruktion“, erläutert Fredrich. Darauf stehen angeschweißte Aufnahmebuchsen, über die alle drei Meter wieder ein u-förmiger Träger geschoben werden muss. „Bei Wind und Welle ist das ein harter Job, aber heute geht das recht schnell von der Hand“, sagt Jannik, während er frei im Wasser stehend einen der 120 Festmacherpfähle mit dem Untergestell verschraubt. Vor allem die klare Sicht auf den Seegrund erleichtere das sonst oft etwas schwierige und zeitraubende Einfädeln der langen Metallrohre. Das Gleiche gilt für die Bootsleute, die bei spiegelglatter Wasseroberfläche kaum ins Schwanken kommen und so die schweren Brückenbauteile leicht in Position bringen können.

 „Ab Windstärke fünf oder bei starkem Regen hätten wir noch einen Ausweichtermin gebraucht, aber heute ist das Wetter für diese Arbeiten ideal“, so Frerich. Kaum sind die Metallpfosten aufgestellt, werden jeweils drei der aus dem Wasser ragenden Köpfe mit sechs Meter langen Querträgern verbunden. Darauf kommen dann drei Meter lange Paletten aus Lärchenholz. In kippligen Einzelschritten wächst bei diesem buchstäblichen Balanceakt die Lauffläche von Land aus auf den See hinaus. Für die nötige und dauerhafte Festigkeit sorgt schließlich die restliche Mannschaft, die sämtliche Bauteile miteinander verschraubt. Nach gut fünf Stunden ist der Einsatz beendet und die Hafenanlage einsatzbereit.

 Doch die Segler verzichten auf das Einsetzen der Boote und eine erste Ausfahrt hinaus auf den See. „Zu wenig Wind“, lautet die offizielle Begründung, während sich der Duft von Grillkohle auf dem Gelände ausbreitet. Und außerdem müsse ja auch zunächst das im Winter von Grund auf sanierte Vereinshaus zünftig eingeweiht werden. Gesegelt wird natürlich auch.

 Die erste eigene Freitagsregatta startet der SCvP am 6. Mai in Zusammenarbeit mit der Ascheberger Seglergemeinschaft. „Gastsegler sind herzlich willkommen“, wirbt Fredrich. „Wir haben immer ein paar Liegeplätze frei.“

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