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Segeltörn-Projekt mit Kindern gefährdet

Ole Schippn Laboe Segeltörn-Projekt mit Kindern gefährdet

Für dieses Jahr ist die Fortsetzung der Segeltörns mit Laboer Schulkindern auf dem Traditionssegler „De Albertha“ dank einiger Unterstützer noch einmal gerettet, sagt Jens Zywitza, der neue Vorsitzende des Vereins Ole Schippn, doch für 2017 ist das Projekt nach der gestrichenen Förderung des Landes gefährdet.

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Der neue Vorstand von Ole Schippn: (von links) Friedhelm Reker (zweiter Vorsitzender), Jens Zywitza erster Vorsitzender) und Heinz Bisping (Schriftführer). Im Hintergrund das alte Folkeboot „Domino“, an dem im Schuppen weiter gearbeitet wird.

Quelle: Thomas Christiansen

Laboe. Seit 2001 bietet Ole Schippn, der Verein zur Förderung traditioneller Wasserfahrzeuge, die Segeltörns an. Im Jahr 2014 unterstützte das Sozialministerium das Projekt noch mit 3700 Euro, seitdem kommt aus der Landeskasse nichts mehr. Für 2015 und auch für 2016 (am 24. und 27. April) schafft der Verein es noch aus eigenen Mitteln und Spenden.

 Im vergangenen Jahr hatte der Verein mit einem Brief Spenden bei Laboer Geschäftsleuten eingeworben und vor allem Geld- und Sachspenden für die weitere Restaurierung alter Schiffe erhalten. Das wiederum entlastet das knappe Budget des Vereins, der so selbst mehr Mittel in die Fahrten investieren kann. Auch Eltern dürfen gern spenden, erklärt Schriftführer Heinz Bisping, aber: „Das soll für alle Kinder umsonst bleiben.“ Auf der Jahresversammlung beschlossen die Mitglieder, die Segeltörns auch 2017 wieder anzubieten – mit der Einschränkung, wenn es die finanzielle Situation erlaubt. „Es wäre schade um die schöne Tradition“, sagt Bisping.

 Fortgesetzt werden auf jeden Fall mit dem Laboer Regatta Verein und dem Jacht-Club Laboe das Projekt Drei in einem Boot für Kinder und Jugendliche sowie die Restaurierungsarbeiten. „Wir sind im Winter relativ weit gekommen“, sagt Zywitza. Ursprünglich sollte das 1959 gebaute Folkeboot „Domino“ 2016 ins Wasser. „Wir hoffen, dass sie in der Saison 2017 wieder schwimmt“, erklärt Zywitza.

 Der Verein hat drei eigene Schiffe, den Mitgliedern gehören 33 Schiffe und Boote. Von den zwölf Gründungsmitgliedern aus dem Jahr 2000 sind drei noch heute dabei.

 Der Verein hat aktuell 172 Mitglieder, davon 112 aus Laboe, die anderen sind aus dem Raum Kiel, aber auch aus anderen Bundesländern. „Das sind Leute, die hier Urlaub gemacht haben, einmal im Jahr hier sind und auch die Kindertörns unterstützen“, erklärt Bisping.

 Zum neuen ersten Vorsitzenden wählten die Mitglieder Jens Zywitza, der zuvor zweiter Vorsitzender und davor Takelmeister war. Zum Verein kam er 2002 , „weil unsere jüngere Tochter damals in die Grundschule Laboe gegangen und mit der ,Albertha' gefahren ist“, erzählt Zywitza. Nach elf Jahren als Vorsitzender hatte Thorsten Vergin aus beruflichen Gründen nicht wieder kandidiert. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Friedhelm Reker gewählt. Auch alle anderen Wahlen waren einstimmig: Heinz Bisping (Schriftführer), Detlef Bahr (1. Takelmeister), Wolf Brodbeck (2. Takelmeister), Anke Bahr (Jugendwartin), Karin Scheffler (1. Schatzmeisterin), Uwe Klimczak (2. Schatzmeister) und Sebastian Voß (Beirat Shanty-Chor).

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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