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DLRG findet Strand „sehr sicher“

Sehlendorf DLRG findet Strand „sehr sicher“

Im vergangenen Sommer ertranken am Sehlendorfer Strand zwei Menschen unter tragischen Umständen. Die drei Wachtürme der DLRG waren leer geblieben, weil ehrenamtliches Personal fehlte. Blekendorfs Bürgermeister Andreas Köpcke meldet nun: Bis zum 15. September sind DLRG-Kräfte durchgehend vor Ort. Es hat sich am Sehlendorfer Strand noch mehr getan.

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Die Schwestern Julia (links) und Ilka Wittkowski gehen Patrouille am Sehlendorfer Strand. Ein Gurtretter, Schwimmflossen, Sanitätskoffer und Funkgerät gehören dabei zur Ausrüstung.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Blekendorf. Nach dem Badeunfall – ein Mann war zu weit herausgeschwommen und geriet in Not, er und einer der Retter starben – investierte die Gemeinde. Die Unterkünfte der Rettungsschwimmer erhielten einen neuen Anstrich, große Kühlschränke, Wlan und eine eigene Telefonleitung bis zur Hauptwache. Die Helfer sollen sich nach ihrem Dienst wohlfühlen und gerne wiederkommen. Neue Schwimmwesten liegen für jedermann in Kästen an den Türmen für Notfälle bereit, wenn die DLRG-Kräfte bereits abgerückt sind. Unerfahrene Retter sollten nicht ohne sie ins Wasser starten. Eine große Tafel warnt nun davor, wenn die Rettungsschwimmer einmal nicht am Strand sein sollten. Vorher gab es für solche Fälle nur einen Anschlag aus Papier, was nach den Unglücksfällen kritisiert wurde.

 Von fachkundiger Seite erhalten die Blekendorfer Lob. „Aus Sicht der DLRG ist der Sehlendorfer Strand sehr sicher“, sagt Udo Jans, derzeitiger Wachleiter einer zehnköpfigen Crew, die aus Vallendar bei Koblenz in den Norden gereist ist. Seit fünf Jahren leisten sie ihren Dienst in Blekendorf. Immer zwei Wochen lang, bevor sie von anderen DLRG-Teams abgelöst werden. Sie sind sehr zufrieden mit der Rettungsausrüstung, die ihnen die Gemeinde zur Verfügung stellt. Der neue Trailer, um das Rettungsboot ins Wasser zu schieben, sei viel einfacher und leichter zu bedienen als der alte. „Der ist wirklich super.“ Und dass die Quartiere „aufgehübscht“ wurden, gefällt Jans auch sehr gut.

 Den hohen Sicherheitsstandard belegt auch eine offizielle Prüfung der Rettungseinrichtungen vor wenigen Tagen. „Die haben wir bravourös bestanden, wir bieten sogar mehr als erforderlich“, sagt Bürgermeister Köpke.

 An heißen Tagen leisten die DLRG-Kräfte Schwerstarbeit. In der vergangenen Woche tummelten sich nach Schätzungen von Jans bei der Sommerhitze 15000 Menschen auf dem zwei Kilometer langen Strand. Davon plantschten 1000 bis 1500 Personen gleichzeitig in der Ostsee. In solchen angespannten Situationen fällt für die Rettungsschwimmer das Mittagessen aus. Es gibt nur belegte Brötchen. Die kann man essen und gleichzeitig die Badenden im Auge behalten. „Keine besonderen Vorkommnisse“, meldet Jans für die erste Woche. Nur bei einem Gewitter habe man die Gäste aus dem Wasser bitten müssen, die die rote Fahne für das absolute Badeverbot nicht gesehen hatten.

 Ansonsten Kleinkram: Kinder, die sich zwischen den Strandkörben verlaufen haben und weinen. Bei ihnen kommt die Geheimwaffe der DLRG zum Einsatz: der „Rettifant“. Ein mit Sand gefüllter Plastikhandschuh mit aufgemalten Augen. Der habe noch jedes Kinderweinen gestoppt, so Jans. Ansonsten kommen die Urlauber und fragen wie das Wetter wird, wo man am besten Essen kann und wer denn Strandkörbe verleiht. Die DLRG als Auskunftsbüro. Auch das leisten die DLRG-Helfer aus Vallendar gerne und immer freundlich.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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