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Gebührenärger mit der Müllabfuhr

Selent Gebührenärger mit der Müllabfuhr

Wenn große Müllfahrzeuge im zugeparkten Wendehammer nicht rangieren können, bleiben die Tonnen in der Anliegerstraße schon mal voll. Eine betroffene Selenterin kürzte daraufhin die Müllgebühr. Kürzlich drohte ihr deshalb die Zwangsvollstreckung – wegen 10,44 Euro.

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Selbst am geräumigen Wendehammer in Dersau wird es manchmal eng für die großen Entsorgungsfahrzeuge. Anwohner sind deshalb gebeten, dabei mitzuhelfen, dass Straßen und Wendemöglichkeiten an den Abfuhrtagen problemlos befahrbar sind.

Quelle: Anne Gothsch

Selent. Martina Bliese, die im Selenter Rundweg am Anfang eines Wendehammers wohnt, zweifelt an der Verhältnismäßigkeit der Mittel. „So geht man doch nicht mit Kunden um! Ich habe das Problem mit den Falschparkern weder verursacht, noch hätte ich es verhindern können.“ Das habe sie der Abfallwirtschaftsbehörde sowohl telefonisch als auch schriftlich mitgeteilt.

„Kein Service, kein Geld“

Doch ihre Reaktion „Kein Service, kein Geld“ kommt ihr mit Mahngebühren jetzt teu(r)er zu stehen. Zwar kann Dieter Juhls, stellvertretender Leiter der Abfallwirtschaftsbehörde, den Ärger der Selenterin verstehen. „Doch auch wenn das ungerecht erscheint: Kein Bürger hat das Recht, geltende Gebühren von sich aus zu kürzen oder einzubehalten. Die Finanzbuchhaltung ist verpflichtet, offene Forderungen einzuziehen. Egal, ob es sich dabei um 10,44 Euro oder um 10 000 Euro handelt. Im Übrigen gebe es auch in vielen anderen Orten immer wieder Probleme mit Wendehämmern. Hier sieht Juhls die Kommunen in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen. Die Gemeinde Selent hat inzwischen alle Anwohner im Rundweg angeschrieben und angekündigt, notfalls Parkverbotsschilder aufzustellen.

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