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Lösung für Kurheim?

Selent Lösung für Kurheim?

Seit 13 Jahren steht das ehemalige Mutter-Kind-Kurheim mitten im Ortskern von Selent leer. Nach vergeblichen Anläufen einer Wiederbelebung zeichnet sich für das 200-Bettenhaus im Zuge des Insolvenzverfahrens jetzt eine Lösung ab. Auch für die Blomenburg-Grundstücke gibt es Interessenten.

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Das ehemalige Mutter-Kind-Kurheim in bester Lage mitten im Ortskern von Selent ist weiterhin verwaist. Jetzt zeichnet sich bei den laufenden Insolvenzverhandlungen eine Lösung ab.

Quelle: Christoph Kuhl

Selent. „Es wäre natürlich schön, wenn es nun zu einem Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen dem Insolvenzverwalter und den Interessenten kommt und das Trauerspiel endlich ein Ende findet“, sagt Bürgermeisterin Antje Josten. Ein flüchtiger Blick auf das gepflegte Außengelände des weitläufigen Areals lässt kaum vermuten, dass die Großimmobilie seit so langer Zeit verwaist ist. Im Büro gleich am Eingang liegt neben dem Telefon ein aufgeschlagener Tischkalender. Gleich daneben reihen sich einige Aktenordner. „Hier sieht es immer noch so aus, als ob die Mitarbeiter mal eben kurz zur Frühstückspause gegangen sind“, so Selents Bürgermeisterin mit einem Schmunzeln.

 Rückblick: Nach erheblichen Wasserschäden in Folge von Starkregenfällen muss das Kurheim im Juli 2002 geschlossen werden. Einige Monate später meldet der Betreiber Insolvenz an. Reaktivierungspläne eines Investors aus Cuxhaven für eine stationäre Pflegeeinrichtung zerschlagen sich zwei Jahre später. Danach habe sich laut Bürgermeisterin Josten nichts mehr getan. Bis der Rendsburger Unternehmer Dietmar Hartmann das Objekt im Jahr 2011 im Rahmen einer Zwangsversteigerung erwirbt. Hoffnung macht in Selent die Idee, das einstige Kurheim zu einem Außenstandort der Ostseeklinik Schönberg/Holm auszubauen. Auch diese Pläne scheitern jedoch. „Herr Hartmann hatte leider andere Vorstellungen“, so Antje Josten.

 Nun also der Lichtblick: Das vor gut einem Jahr gegen Hartmann eröffnete Insolvenzverfahren steht offenbar kurz vor dem Ende. „Nach Aussagen des Insolvenzverwalters steht man kurz vor Vertragsabschlüssen“, teilt der leitende Verwaltungsbeamte in der Selenter Amtsverwaltung, Manfred Krumbeck, auf Nachfrage mit. Das würde für die Kurheim-Liegenschaft, aber auch für die Blomenburg mit dem einst von Hartmann gemeinsam mit der Gemeinde und dem Kreis Plön gegründeten Technologiezentrum und den insgesamt 200 Baugrundstücken gelten. Ob diese drei in eine Insolvenzmasse fallenden Teilbereiche im Paket oder einzeln verkauft werden sollen, weiß Krumbeck bislang nicht. „Wir warten sehnsüchtig darauf, dass der Stillstand nun endlich beendet wird.“ Vor allem für die Blomenburg-Grundstücke ist laut Krumbeck derzeit „eine starke Nachfrage zu verzeichnen, die sicherlich auch auf die niedrigen Kapitalzinsen zurückzuführen ist“. „Der ländliche Zentralort Selent benötigt dringend mehr Einwohner, eine höhere Steuer- und Finanzkraft, um die umfangreiche Infrastruktur zu erhalten“, hoffen Krumbeck und Bürgermeisterin Josten auf einen tatsächlichen Durchbruch bei den Verhandlungen. Von den rund 200 Baugrundstücken rund um die Blomenburg sind gerade einmal 20 bebaut.

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