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Schnelles Internet zieht aufs Land

Selent Schnelles Internet zieht aufs Land

Einer der wichtigsten kommunalen Beschlüsse des Jahres fiel am Montag im Feuerwehrgerätehaus in Selent. Der Zweckverband Breitbandversorgung im Kreis Plön, dem 46 Gemeinden angehören, wählte sich einen Betreiber für ein Glasfasernetz.

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Solch ein Breitband soll für eine schnellere Internetverbindung auf dem Land sorgen.

Quelle: dpa

Selent. Schon nächstes Jahres sollen die ersten Gemeinden online gehen. Der Name des Unternehmens blieb allerdings noch unter Verschluss, aus Angst ein unterlegener Konkurrent könnte noch mit einer Klage vor die Vergabekammer ziehen. Die nicht zum Zuge gekommenen Firmen haben 14 Tage Zeit, Einspruch einzulegen. Verbandsvorsteher Volker Schütte-Felsche fürchtet derzeit nichts so sehr wie einen Formfehler, der das langwierige und komplizierte Verfahren kippen könnte. Er macht aber kein Hehl daraus, dass er mit dem gewählten Betreiber und dessen Angebot sehr zufrieden ist.

Dem Zweckverband spielte in die Karten, dass sich gleich mehrere Internetfirmen um den Betrieb des Glasfasernetzes bewarben, das in den nächsten Jahren entstehen soll. Die finanziellen Konditionen sind offenbar so gut, dass der Verband auf den zugesagten Zuschuss des Bundes vielleicht verzichten kann.

Wie geht es jetzt weiter? Zweckverband und Betreiber erarbeiten einen Ausbauplan, in dem festgelegt wird, wann welche Gemeinde zum Zuge kommt. Der Ausbau soll in wenigen Jahren abgeschlossen sein. Die jeweiligen Kommunen machen bei ihren Bürgern Werbung für das Glasfaserkabel. Erklären sich 60 Prozent bereit, sich anschließen zu lassen, wird auch ausgebaut. Schätzungsweise 40 Millionen Euro kostet das Netz, das der Zweckverband selbst baut und über die Pacht des Betreibers im Laufe der Jahre abbezahlt. Über die neuen Leitungen kann man im Internet surfen, telefonieren oder fernsehen.

Probleme, die Anschlussquote zu erreichen, könnte es in Gemeinden geben, in denen die Deutsche Telekom ihr Leitungsnetz ertüchtigt hat und bereits jetzt schon komfortable Übertragungsgeschwindigkeiten bietet. Dem hält der Zweckverband das Argument entgegen, dass er die Glasfaserkabel – anders als die Telekom im ländlichen Raum – bis ins Haus verlegt.

Der zukünftige Betreiber hat sich bereit erklärt, bis zu 95 Prozent aller 13400 Haushalte im Verbandsgebiet anschließen zu wollen – bei entsprechender Nachfrage. Auch isoliert gelegene Gehöfte und Häuser können in den Genuss von bis zu 100 Mbit-Datenleistung kommen. Sie müssten aber zusätzliche Kosten tragen oder Eigenleistung beim Verlegen der Kabel einbringen.

In 14 Tagen will Verbandsvorsteher Schütte-Felsche weitere Einzelheiten mitteilen. Folgende Gemeinden gehören dem Zweckverband an: Behrensdorf, Blekendorf, Dannau, Giekau, Helmstorf, Högsdorf, Hohenfelde, Kirchnüchel, Klamp, Kletkamp, Lammershagen, Martensrade, Mucheln, Panker, Schlesen, Schwartbuck, Selent, Tröndel, Ascheberg, Bösdorf, Dersau, Dörnick, Grebin, Kalübbe, Lebrade, Nehmten, Rantzau, Rathjensdorf, Rendswühren, Schillsdorf, Barmissen, Boksee, Bothkamp, Großbarkau, Honigsee, Kirchbarkau, Klein Barkau, Kühren, Lehmkuhlen, Löptin, Nettelsee, Pohnsdorf, Postfeld, Rastorf, Wahlstorf und Warnau .

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