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Sommercamp geht zu Ende

Selenter Schule Sommercamp geht zu Ende

Für knapp 40 Jugendliche aus neun Nationen geht in Selent ein internationales Jugendcamp zu Ende. Drei Wochen lang war die Selenter Schule Schlaflager und Treffpunkt für unterschiedliche Aktivitäten, Spiele und Diskussionen.

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„A great time in Germany“ hatten beim internationalen Jugendcamp in der Selenter Schule (von links) die vierzehnjährigen Schüler Jazmin aus Kanada (direkt neben ihr Campleiter Tobias Hoffmann), Malin aus Japan, Kolja aus Slowenien, Clément aus Mainz und Sangmin aus dem japanischen Osaka.

Quelle: Christoph Kuhl

Selent/Kiel. „Schade, dass es schon wieder vorbei ist. Die Zeit ist so schnell vergangen“, sagt Clément (14) aus Mainz, einer der Camp-Teilnehmer aus der vierköpfigen deutschen Gruppe. Eine „great time in Germany“ hatten auch die gleichaltrige Jazmin aus dem kanadischen London, das im Bundesstaat Ontario liegt, Kolja aus Slowenien und Malin aus Japan. Für den gebürtigen Südkoreaner Sangmin, der in der Millionenmetropole Osaka in Japan lebt, war die Natur und Landschaft, das „viele Grün“, wie er sagt, unglaublich beeindruckend. Nur das Essen („totally different“) sei doch eine große Umstellung gewesen. In seiner Heimat ist er Reis zu eigentlich jeder Tageszeit gewohnt. Diese kulturelle Vielfalt, das Kennenlernen fremder Länder und deren Bräuche machten neben den persönlichen Kontakten den Reiz dieser internationalen Feriencamps aus, erklärt der Kieler Camp-Leiter Tobias Hoffmann (31), der als Begleiter mit deutschen Schülern schon in Brasilien, Argentinien und Indien unterwegs war. Ein Beispiel: Da man in vielen Ländern anders als in Deutschland das Thema Nacktheit nicht so locker sieht, mussten die Gemeinschaftsduschen in der Selenter Sporthalle mit Teleskopstangen und Vorhängen vorübergehend zu Einzelduschen umfunktioniert werden.

 Im Vorfeld des Camps hatte ein rund 30-köpfiges ehrenamtliches Team unter anderem auch Bundeswehr-Feldbetten in den Klassenräumen aufgebaut. Zum festen Tagesablauf zählten für die Jugendlichen neben dem Wecken um 8 Uhr, dem gemeinsamen Mittagessen und anschließender Siesta auch die Gruppenaktivitäten, Freizeit und die tägliche Putzzeit. Das internationale Camp unter dem Motto Journeys griff auch die aktuelle Flüchtlingsthematik auf. Dabei ging es in den Gruppenzeiten beispielsweise um die Frage, wieso Menschen fliehen müssen, wo andere freiwillig in ferne Länder reisen können. Für einen Aktionstag auf dem Schulgelände wurden dazu in Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe „Rückenwind“ aus Preetz gleichaltrige Flüchtlingskinder eingeladen.

 Weitere Teilnehmer des Selenter Jugendcamps kamen aus Ecuador, Großbritannien, den USA und Niederlanden sowie aus Georgien. Torben Hoffmann, der den Ablauf zusammen mit Levke Ehrens, Monique Warmbier und Anna Clement koordinierte, ist überzeugt, dass auch aus diesem Feriencamp wieder langjährige Kontakte und Freundschaften hervorgehen werden.

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