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Erste Mieter kommen bald

Senioren-Wohnpark in Grebin Erste Mieter kommen bald

Die Wiederbelebung des ehemaligen Mutter-Kind-Kurheims in Grebin ist geglückt. Die ersten acht Wohnungen im neuen Wohnpark sind bezugsfertig. Ende September oder Oktober ziehen die ersten Senioren hier ein.

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Renate, Peter und Cindy Jark (von links) vor dem Wohnpark in Grebin, der am Wochenende offiziell eingeweiht wurde.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Grebin. Die Eigentümerfamilie Jark aus Bad Oldesloe präsentierte am Wochenende Freunden und Geschäftspartnern die umgebauten Räumlichkeiten. Später sollen es einmal 40 altengerechte Wohnungen in einer Größe zwischen 40 und 95 Quadratmetern sein. Auf einer Etage teilen sich die Bewohner einen Hauswirtschafts- und einen Gemeinschaftsraum. Wer seine Ruhe haben möchte, zieht sich einfach in seine Wohnung zurück. Renate Jark: „Wir möchten Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe ermöglichen.“ Im Haus stehen Räume für eine Tagespflege zur Verfügung. Ein ambulanter Dienst kommt zu den Senioren und unterstützt sie in ihren vier Wänden. Niemand müsse seine Wohnung auch bei Pflege verlassen, so Jark. Ziel sei es, die Selbstbestimmung und die Selbstständigkeit der Mieter zu erhalten. Beide Angebote richten sich auch an ältere Bürger außerhalb des Wohnparks. Bei der Betreuung der Menschen arbeitet die Einrichtung mit den Johannitern zusammen. Bisher sind sechs neue Arbeitsplätze im Wohnpark entstanden. Weitere sollen folgen, wenn sich das Haus gefüllt hat.

Für Bürgermeister Jochen Usinger ist die Sache klar: „Das ist ein Glücksfall für Grebin“. Mit den Jarks, die selbst über Jahrzehnte Senioreneinrichtungen betrieben haben oder in der Pflege tätig waren, führten erfahrene Personen den Wohnpark. Er schätzt, dass die Nachfrage nach Wohnen im Alter nahe des Schluensees groß sein werde. Usinger: „Die Familie hat viel Geld in die Hand genommen und in das Haus gesteckt.“

Bei Usinger war auch Erleichterung zu spüren. Das frühere Mutter-Kind-Kurheim war seit 2002 das große Sorgenkind des Orts. Die Trägergesellschaft ging pleite und 35 Arbeitsplätze in dem ländlichen Ort verloren. 2004 hatte es den Anschein, als ob eine Klinikgruppe das Gebäude kaufen wollte. Wie sich später herausstellte, war das Unternehmen zu diesen Zeitpunkt schon nicht mehr zahlungsfähig. Seit 2010 leben Soldaten der Plöner Marineunteroffizierschule (MUS) in einem Seitentrakt, weil Quartiere auf dem Kasernengelände modernisiert werden. Der Mietvertrag mit der Bundeswehr läuft noch bis April 2017.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
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