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Straßenausbau könnte teuer werden

Kitzeberg Straßenausbau könnte teuer werden

Schlaglöcher, tiefe Risse und Furchen im Asphalt: Ausgerechnet im Heikendorfer Vorzeigeort Kitzeberg sind die Straßen marode. Schon 2017 könnte mit einem Ausbau begonnen werden.

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Prachtallee, die allmählich bröckelt: Der Schönkamp im Heikendorfer Ortsteil Kitzeberg soll ausgebaut werden.

Quelle: Nadine Schättler

Heikendorf. Einstimmig votierten am Mittwochabend die Mitglieder des Finanz- und Lenkungsausschusses dafür, der Gemeindevertretung den Straßenausbau unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel nach einer Prioritätenliste zu empfehlen. Demnach soll mit dem Ausbau des Schönkamps und des Stormdeichs sowie mit der Regenentwässerung im Drosselhörn begonnen werden. Anschließend stehen die Konsul-Lieder-Allee, in einem weiteren Schritt der Uhlenholt und abschließend der Schlosskoppelweg auf der Agenda.

 Im Vorfeld wurde der Zustand der Straßen durch Kernbohrungen untersucht. Das Ergebnis war eindeutig: Verglichen mit dem heute erforderlichen Straßenaufbau gemäß den Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen (RstO) wird eine komplette Erneuerung notwendig. „Die meisten Straßen in Kitzeberg sind vor 60 oder 70 Jahren ohne Straßenentwässerung und vernünftigen Aufbau erstellt worden“, erklärt Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth. Durch das Oberflächenwasser seien weite Teile besonders in Mitleidenschaft gezogen worden.

 Die geplante Maßnahme bereitet dem Bürgermeister auch Kopfzerbrechen, da die Gemeinde entsprechend ihrer Straßenausbaubeitragssatzung die unmittelbaren Anwohner „nicht unerheblich zur Kasse bitten muss“. Alle genannten Verkehrswege werden laut Satzung als Anliegerstraßen definiert, bei einem Ausbau werden die Bürger zu 85 Prozent an den Kosten beteiligt. „Ich persönlich würde eine Anhebung der Grundsteuer für eine wesentlich gerechtere und einfachere Lösung halten“, erklärte Orth. Doch das Innenministerium sieht das angesichts öffentlicher Zuschüsse und gemeindlicher Fehlbeträge anders. „Wir sind gezwungen, eine solche Satzung zu erlassen.“

 Die anteiligen Kosten für den Straßenausbau werden sich, so der Bürgermeister, für die Anwohner je nach Grundstücksgröße und Gebäudewert berechnen. Bei der geplanten Straßenentwässerung teilen sich die Gemeinde und der Abwasserzweckverband (AZV) Ostufer Kieler Förde die Kosten, für die Grundstücksentwässerung muss die Verteilung der Kosten noch geklärt werden. Wie viel der Bürger tatsächlich aus eigener Tasche zahlen muss, hängt von den Gesamtkosten ab, für deren Ermittlung jetzt ein Ingenieur beauftragt werden soll. „Es muss mit einem nennenswerten Betrag gerechnet werden“, meint Orth. Die Gemeinde werde sich rechtzeitig um die Aufklärung der Bürger bemühen. Sollte die Gemeindevertretung am Mittwoch, 16. November, der Beschlussempfehlung des Finanz- und Lenkungsausschusses folgen, könnte mit der Maßnahme bereits 2017 begonnen werden.

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Eines räumte die Grünen-Abgeordnete Ines Strehlau schließlich ein: Das Instrument der wiederkehrenden Beiträge, mit denen Anwohner eines Wohngebietes über zehn Jahre belastet werden, um einen den Straßenausbau auf möglichst viele Schultern zu verteilen, werde von den Gemeinden nicht hinreichend genutzt.

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