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Kommunen brauchen mehr Geld für Kitas

Serpil Midyatli in Schönberg Kommunen brauchen mehr Geld für Kitas

Kaum ein Bürgermeister im Kreis Plön, der nicht über die steigenden Kosten für die Kindergärten klagt. Manche Gemeinden sind dadurch finanziell gelähmt. Die SPD-Landtagsabgeordnete Serpil Midyatli versprach bei einem Besuch in Schönberg, sich für mehr Geld für die Kommunen einzusetzen.

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Besuch im Schönberger Awo-Kindergarten (von links): SPD-Fraktionschef im Kreistag Lutz Schlünsen, Awo-Kreisvorsitzender Kai Bellstedt, Kita-Leiterin Birgit Neuhausen, SPD-Landtagsabgeordnete Serpil Midyatli und die Schönberger Sozialausschussvorsitzende Kerstin Thomsen.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Schönberg. Allerdings: Ob es wirklich mehr Geld aus Kiel für die Kommunen gibt, konnte sie nicht versichern. Schließlich säßen da noch zwei Koalitionspartner mit im Boot, mit denen verhandelt werden müsse, so die familienpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Angehen möchte sie auch das Finanzierungssystem der Kindergärten, das sie als „intransparent“ kritisiert. Man müsse ihr erklären, warum die Kosten der Einrichtungen in Schleswig-Holstein so unterschiedlich hoch seien. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag und Bürgermeister von Stoltenberg, Lutz Schlünsen, machte viele Ursachen für die gestiegenen Kosten aus. Derzeit gingen so viele Kinder wie noch nie in die schleswig-holsteinischen Kitas. Zudem seien die Standards verbessert worden. Manche Kommunen betrieben auch eine eigene Kita-Politik im Kleinen und verzichteten darauf, die Elternbeiträge anzuheben. Das solle die jeweilige Stadt oder Gemeinde attraktiv für junge Familien machen. Als inoffizielle Vorgabe gelte, das jeweils ein Drittel von der Kommune, vom Kreis/Land und vom Träger übernommen wird. In seiner Gemeinde Stoltenberg sei man mit 28 Prozent nah dran. In Wendtorf aber liege der Elternanteil zwischen 15 und 20 Prozent.

Auch in der Gemeinde Schönberg hielt man sich einst nicht an den empfohlenen Verteilungsschlüssel und beließ den Elternanteil bei nur 20 Prozent, berichtete die Vorsitzende des Sozialausschusses, Kerstin Thomsen (SPD). In mehreren Schritten stiegen die Gebühren in den vergangenen Jahren. Jetzt tragen die Eltern 31 Prozent der Kindergartenkosten in Schönberg. Aber glücklich mit den Finanzen ist sie dennoch nicht. „Ich hoffe sehr, dass wir vom Land mehr Geld für diese Aufgabe bekommen.“

Aus Sicht eines Trägers ließe sich im Kreis Plön an anderer Stelle Geld einsparen. Der Awo-Kreisvorsitzende Kai Bellstedt beklagt die unterschiedlichen Abrechnungsmodelle der Amts- und Stadtverwaltungen. Das bereite einem Verband wie der Awo, der an mehreren Orten tätig ist, zusätzlichen Aufwand. Bellstedt schlug eine Vereinheitlichung vor.

Als SPD-Politikerin lobte Midyatli das Kita-Geld, dass die Landesregierung zum 1. Januar 2017 eingeführt hat. Danach erhalten alle Eltern mit Kindern unter drei Jahren 100 Euro monatlich für die Unterbringung in einer Einrichtung. Sie kritisierte Kommunen in Schleswig-Holstein, die angekündigt haben, ihrerseits die Elternbeiträge um 100 Euro monatlich erhöhen zu wollen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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