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Signale für „Hein Schönberg“

Bahnstrecke Signale für „Hein Schönberg“

Die Bahn braucht Signale, und die konnten die rund 100 Besucher mitnehmen, die sich am Montagabend in Schönberg über den Stand der Bahnlinie „Hein Schönberg“ informiert haben. Dazu hatte die SPD alle Akteure eingeladen, die seit Jahren an der Reaktivierung der Strecke arbeiten.

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Staatssekretär Frank Nägele: „Hein Schönberg kommt, aber wie?“ Der Zug zwischen Kiel und Schönberg soll ab 2020 rollen.

Quelle: Astrid Schmidt

Schönberg. Einer von ihnen war Staatsekretär Frank Nägele. Der machte klar: Es ist nicht mehr die Frage ob, sondern nur noch wie „Hein Schönberg“ wieder auf die Schiene kommt. Ein Signal ging nach Fiefbergen. Die Gemeinde bekommt einen Haltepunkt.

 „Einige werden noch im Ohr haben, dass die Strecke heute eigentlich schon in Betrieb sein sollte“, räumte Nägele ein. Er begründete die Verzögerung mit der Entscheidung über die sogenannten Regionalisierungsmittel. Zudem habe man aus Gründen der Rechtssicherheit ein Planfeststellungsverfahren für die gesamte Strecke anvisiert, das bis 2019 abgeschlossen sein soll.

 Nägele hatte durchaus konkrete Signale für die Zuhörer. Eines der wichtigsten: „Fiefbergen ist als Haltepunkt gesetzt.“ Die Passader Bürgermeisterin Anette Blöcker wiederholte den Wunsch ihrer Gemeinde nach einem Bahnhaltepunkt und appellierte an die Entscheidungsträger: „Vergessen Sie uns nicht!“ An Passade werde noch gearbeitet. „Das nehmen wir als ernste Herausforderung mit“, sagte Nägele. Möglichkeiten gebe es durchaus, unter anderem durch die Auswahl der Fahrzeuge, die Ausschreibung laufe noch, so der Staatssekretär. Ziel sei es, modernste Antriebe zu nutzen, um schnell fahren und dann auch einmal mehr halten zu können.

 Eine Sorge um die Finanzen in den Gemeinden äußerte der Passader Bürger Ulf Brandt. „Wir haben einen freien Finanzspielraum von 600 Euro. Da können wir keine bahninfrastrukturellen Maßnahmen finanzieren“, sagte er. Nägele betonte, dass alle Bahnhöfe vom Land finanziert und für die Infrastruktur 75 Prozent der Kosten ebenfalls übernommen würden. „Wir lassen Sie mit dem Problem nicht allein“, versicherte er.

 Aussagen gab es auch zum Bus-Bahn-Konzept. Dies sei noch nicht im Detail ausgearbeitet, aber es gebe eine mit der VKP erarbeitete Grundlage, auf der man aufbauen werde, erläuterte Simon Preis von Nah-SH. Busverbindungen parallel zur Bahn würden aufrechterhalten. „Eine Stundentaktung der Bahn reicht nicht aus. Verstärkt werden soll die Achse Schönberg-Laboe, möglichst als Schnellbus weiter nach Kiel. Schönberg-Holm und Lütjenburg sollen ebenfalls getaktet werden“, so Preis. Betont wurde, dass „Hein Schönberg“ keine „Touristenbahn“ sei, sondern für den Alltagsverkehr im Einsatz ist. Man gehe von 2200 Fahrgästen am Tag auf der Strecke zwischen Kiel und Oppendorf und von 1000 weiteren nach Schönberg aus, so Preis.

 Frank Nägele erläuterte zudem das „komplexe“ Planfeststellungsverfahren, das 2017 starten soll. Parallel würden Gespräche der AKN (Betreiber der Strecke) mit den Gemeinden laufen, weitere Ertüchtigungen an der Strecke und Planungen in den Kommunen seien vorgesehen.

 Stefan Hirt von Pro Bahn kündigte an, die Bürgerinitiative werde auch weiterhin Veranstaltungen zum Thema „Hein Schönberg“ organisieren und vor allem die Bürger informieren. „Information und Transparenz sind unser wichtigstes Anliegen“, so Hirt.

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