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"Uns Huus" steht erneut zum Verkauf

Soldatenheim in Lütjenburg "Uns Huus" steht erneut zum Verkauf

Erst vor einem halben Jahr erwarb Birger Rosenbrook (61) das frühere Soldatenheim „Uns Huus“. Nun will der Hotelbesitzer und Betreiber einer Segelschule in Hohwacht das Objekt wieder veräußern. „Ich bin ein Kaufmann. Ich kaufe und verkaufe“, sagt er

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Birger Rosenbrook ist seit einem halben Jahr Eigentümer des früheren Soldatenheims in Lütjenburg. Der Unternehmer aus Hohwacht möchte die Immobilie nun wieder verkaufen.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Lütjenburg. Bei 189000 Euro erhielt Rosenbrook bei einer Versteigerung im vergangenen Dezember den Zuschlag. Jetzt bringt er die Immobilie für 498400 Euro auf den Markt. Ein Preis, den das Soldatenheim wert ist, finden Rosenbrook und sein Immobilienmakler Benjamin Trautmann. Das Gebäude sei noch vor seiner Schließung im November 2012 umfassend für 1,3 Millionen Euro saniert worden. Die Heizung, Brandschutz und die Lüftung mit Wärmerückgewinnung seien auf einem modernen Stand, die Küche komplett vorhanden. Er sei bei der ersten Besichtigung der 2725 Quadratmeter Nutzfläche selbst überrascht gewesen, wie gut alles in Schuss sei, so Rosenbrook bei einem Rundgang durch das Gebäude. Auch die Wärmedämmung sei in Ordnung. Im Rahmen der Versteigerung hieß es, das Objekt verbrauche pro Quadratmeter stolze 393 Kilowattstunden pro Jahr. Zahlen, die Rosenbrook mit Blick auf die Heizungsanlage überhaupt nicht nachvollziehen kann. Er vermutet, dass noch alte Werte für das Gutachten zugrunde gelegt worden seien.

 Rosenbrok selbst investiert nur begrenzt in das Haus. Ein Maler kümmert sich um die Wände. Die technischen Anlagen sind überprüft. Einige kaputte Fenster wurden ausgetauscht, das Außengelände gemäht und gesäubert. Mehr ist aus seiner Sicht derzeit nicht vonnöten.

 Wer könnte Interesse an dem Gebäude haben? Rosenbrook stellt sich einen Käufer vor, der die Immobilie mit Restaurant, kleiner Discothek, großem Saal und Kegelbahn wieder gastronomisch nutzt. Der zukünftige Eigentümer müsse ja nicht alles selbst betreiben, sondern könne untervermieten. Bei der Versteigerung bot damals auch die Stadt Lütjenburg mit, unterlag aber. Rosenbrook stellt heraus, dass seine Absichten nicht gegen die Stadt gerichtet seien. „Ich möchte mit der Stadt für die Stadt etwas bewirken.“

 Lütjenburgs Bürgermeister Dirk Sohn sieht angesichts des hohen Verkaufspreises „kein Interesse“, das Objekt nun zu erwerben. In früheren Jahren sei es für weit weniger angeboten worden, ohne dass sich ein Käufer finden ließ. Er wünscht dem Eigentümer aber viel Erfolg bei der Vermarktung der Räume und hofft, dass schnell ein neuer Investor gefunden wird.

 Die Entwicklungsmöglichkeiten in dem Gebäude aus dem Jahr 1972 sind beschränkt. Die Fläche ist ausdrücklich als Veranstaltungsort ausgewiesen. Ein Umbau zu Wohnzwecken oder für einen Hotelbetrieb sind deswegen nicht möglich. Dem stehen auch das Gewerbegebiet auf der anderen Seite der Kieler Straße und die Schule hinter dem Soldatenheim im Wege.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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