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Einbußen dominieren Saison-Bilanzen

Sommer 2017 Einbußen dominieren Saison-Bilanzen

Mit dem Wasserabzieher ist Uwe Engelbrecht seit diesem Sommer per Du. Kein Arbeitsgerät hat der Dannauer, der den Minigolfplatz an der Plöner Fegetasche betreibt, häufiger benutzt. Sommer 2017 - beständig unbeständig. Was hat er den Saison-Betrieben beschert?

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Mit dem Wasserabzieher die Bahnen trocknen, das musste der Plöner Minigolfplatz-Betreiber Uwe Engelbrecht in der Sommer-Saison 2017 häufiger als ihm lieb war.

Quelle: Sandra Brinkmann

Plön. "30 bis 40 Prozent Einbußen im Vergleich zu 2016", resümiert Uwe Engelbrecht. Da hatte er den Platz übernommen, bis Ende Herbst jeden Tag geöffnet. "Dieses Jahr rechnet sich das nicht", bedauert der 62-Jährige. Seit September kann man an der Fegetasche nur noch Freitag bis Sonntag einlochen. Es sei denn, eine Gruppe meldet sich an. Bahnen von Wasser befreien, Rasenmähen in Etappen, viel zu putzen insgesamt auf der 2800 Quadratmeter großen Anlage in Plön in diesem Jahr. "Wir kriegen hier die Breitseite Wind vom See und der hat dieses Jahr allerlei Dreck mitgebracht", erklärt Engelbrecht. Der will sich nach Saison-Ende (nach den Herbstferien) nun für regenreichere Sommer wappnen und Drainagen an den Bahnen verlegen. Denn: Schien die Sonne wieder nach starken Regenfällen, sei seine Anlage trotzdem nicht sofort wieder bespielbar gewesen. Zu viel Wasser im Erdreich, das in die Bahnen hochdrückte.

Auch der Nachbar von Engelbrecht an der Fegetasche, die Plöner Motorschifffahrt, hätte sich beständiges Sommerwetter gewünscht. "Wir leben vom Gruppengeschäft. Das ist der sichere Teil unseres Geschäfts. Die Busse buchen vorab und kommen bei jedem Wetter", sagt See-Rundfahrt-Betreiberin Elke Glau-Koll. Der unsichere Teil, das Einzelgastgeschäft sei baden gegangen. Die vergangegen Sommer seien schon nicht so gut gewesen. "Das Wetter dieses Jahr hat aber alles getoppt", so Glau-Koll.

Andreas Tedsen, Inhaber des Hotels Lütje Burg in Lütjenburg, verzeichnet mit seinem Restaurant dagegen ein "sattes Plus". Die Wetterflüchtlinge habe es von den Stränden in die Städte gezogen. Der Vize-Präsident der Dehoga Schleswig-Holstein weiß aber auch um die Schattenseiten in der Gastronomie in diesem Jahr. Die Kollegen mit Außenflächen an den Stränden hätten gewaltige Einbußen zu verzeichnen gehabt. Viele Tagesgäste seien wegen des Wetters ausgeblieben. Er hofft, dass das Land diesen Berufskollegen helfen kann.

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Ein Artikel von
Sandra Brinkmann
Redaktion Ostholsteiner Zeitung

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