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Aktion lädt zum Gucken ein

Sommeratelier Aktion lädt zum Gucken ein

Malerei, Druck, Keramik, Skulptur – für Kunstinteressierte blieben beim ersten landesweiten Sommeratelier am Wochenende keine Wünsche offen. „Einfach reinschauen können, ohne einen Termin zu machen, hemmungslos gucken“ – dieses Konzept gefiel nicht nur Besucherin Sigrid Hemming. „Wir hoffen, dass es sich etabliert“, so Isabel Lange von den Metallwerkstätten Lange in Bredeneek (Gemeinde Lehmkuhlen).

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Sibyl Schwarz (links) hätte gerne diese Skulptur von Isabell Lange für ihren Garten.

Quelle: Andrea Seliger

Stein. Sonnabend ist üblicherweise kein guter Tag für Atelieröffnungen, doch bereits da waren die ersten Kunstfreunde unterwegs – mit Karte und Liste, wie Birgit Rautenberg-Sturm beobachtet hat. Die Druckgrafikerin hat ihr Atelier Kystprik in Stein, mit Blick auf die Ostsee. Auch ihre Arbeitsweise ist mit der See verbunden: Sie näht ihre Radierplatten in Stoff ein, lässt sie eine Zeit lang an speziellen Orten im Meer korrodieren und benutzt die daraus entstandenen Muster für ihre Grafiken. Kurze Sätze, manchmal auch nur die Position, komplettieren die vom Meer geschaffene Optik. Aufgeschlossene Atelierbesucher erfuhren aber auch die langen Geschichten, die teilweise dahinter stecken: etwa die vom aus dem Meer geretteten Seemann oder über die Lotseninsel in Schleimünde.

 Dass das Publikum gut vorbereitet und interessiert ist, stellten auch Kurt und Isabel Lange fest. Neben dem Interesse an den Werken selbst hatte Sabine Heßler-Breuer aus Heikendorf noch einen besonderen Grund, die Metallwerkstätten des Künstlerpaares in Bredeneek zu besichtigen: „Ich bin früher in dieser Reithalle geritten.“ Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude am Waldrand beherbergte bis vor Kurzem das neue Tor für den Botanischen Garten in Kiel. Bilder zeugen noch von dieser Gemeinschaftsarbeit der beiden Langes, die nun in Kiel die Besucher mit vier Meter hohen Butterbäumen und kunstvoll gestalteten Blütenformen empfängt. In der Halle in Bredeneek standen unter anderem Isabel Langes Luv und Lee aus ausgebranntem Eisen, und davor Sibyl Schwarz mit Dackel Krümel auf dem Arm. „Mein Mann und ich waren zur tropischen Nacht im Botanischen Garten und haben dort diese wunderschönen Skulpturen gesehen“, sagte sie. Nun überlegten sie, ob sie nicht eine davon anschaffen: „Manchmal ist es Liebe auf den ersten Blick.“

 Wie viele Kunstfreunde an diesem Wochenende wollte Sibyl Schwarz die Gelegenheit nutzen und vielleicht noch in einem anderen Atelier vorbeischauen. Für Sabine Heßler-Breuer war Bredeneek schon die zweite Station: „Ich war schon bei Cornelia Patz-Nahm in Heikendorf.“ Patz-Nahm gestaltet Kästen und Bücher aus speziell bearbeitetem Papier. Weitere Teilnehmer aus dem Kreis waren Anne Mader (Malerei, Heikendorf), Karin Hilbers (Grafik und Malerei, Jasdorf, Gemeinde Dobersdorf) und Karina Klamp (Keramik, Sepel, Gemeinde Nehmten). Landesweit öffneten rund 80 Künstler ihre Türen.

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