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Sorgen um die Käuferströme

Heikendorf Sorgen um die Käuferströme

Wohin kommt Lidl, welcher Vollsortimenter versorgt künftig das Heikendorfer Ortszentrum, was wird aus der Mehrzweckhalle? Zu diesen Fragen will der Bauausschuss am 7. März eine Grundsatzentscheidung treffen. Der HGV beriet in seiner Jahreshauptversammlung über Möglichkeiten und Folgen.

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Was wird aus dem Schmiedeplatz, wenn Sky im Untergeschoss des kleinen Einkaufszentrums wegfällt? Die anliegenden Händler sind in Sorge.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. „Bitte bleiben Sie mit den Beteiligten im Gespräch und hören Sie auch Sachverständige an“ – diesen Appell richtete Thomas Pekrun, Vorsitzender des HGV Heikendorf, nach der Diskussion an die örtliche Politik. Denn die Sorgen bei den lokalen Händlern über die Verlagerung von Käuferströmen sind groß. Der Hintergrund: Im kommenden Jahr soll das alte Schulgebäude am Schulredder abgerissen werden. Damit wird mitten im Ort eine große Fläche zur Neugestaltung frei, der Erlös soll auch einen Teil der Baukosten für die neue Schule decken. Gleichzeitig liegt das von Lidl erworbene Gärtnereigrundstück immer noch brach.

 In einem Workshop diskutierten jüngst Ortspolitiker die einzelnen Optionen, dort stellten sich auch mögliche Investoren vor. Die bevorzugte Variante der Politik, die aber noch von keinem Gremium beschlossen wurde: Lidl soll auf dem Gärtnereigelände bauen, die Mehrzweckhalle soll stehen bleiben und auf dem Schulgrundstück könnte Schlemmer-Markt Freund (Bartels-Langness) neuer Vollsortimenter im Heikendorfer Zentrum werden – wenn Sky am Schmiedeplatz nicht doch bleibt.

 Denn der Sky-Markt im Untergeschoss des kleinen Einkaufszentrums am Schmiedeplatz ist das eigentliche Sorgenkind der Geschäftswelt wie der Politik. Er ist nur knapp 800 Quadratmeter groß, was in der Branche inzwischen als zu klein gilt. Mehrfach hieß es, der Markt werde nur noch eine begrenzte Zeit bleiben. Trotzdem ist er ein Käufermagnet, denn im Umfeld befinden sich zahlreiche Fachgeschäfte. „Der Schmiedeplatz ist das einzige Unterquartier, das voll besetzt ist“, betonte Pekrun. Doch die Existenz- und Ertragslage sei dünn. Bei einer Verlagerung der Käuferströme in Richtung Schulredder müssten diese Geschäfte um ihre Existenz fürchten.

 „Wenn Sky uns sagt, er bleibt, werden wir Freund nicht zulassen“ erklärte Bürgermeister Alexander Orth. Doch der Ball liege bei Betreiber Coop: Immer wieder habe die Gemeinde Angebote gemacht, wie der Markt erweitert werden könne. Doch eine langfristige Zusicherung habe es bisher nicht gegeben. Die Coop sei nun um eine Entscheidung dazu gebeten worden, damit die Gemeinde planen kann. „Wir können nicht die Hände in den Schoß legen und warten, bis Coop weg ist“, begründete Orth den Vorstoß der Politik zu einer Alternative. Und die sehe er eher in Schlemmer-Markt Freund, für den möglicherweise auch Kunden von außerhalb nach Heikendorf kommen würden, als in einem neuen Sky auf dem Schulgelände. „Das sind die Karten, mit denen wir spielen müssen – andere haben wir nicht.“

 Pekrun äußerte zwar Verständnis für die Zwänge der Politik, bat aber darum, auch den Schmiedeplatz in die bevorstehenden Planungen mit einzubeziehen und die gesamte Ortsmitte zu betrachten – am besten mithilfe externen Sachverstandes.

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